Naturschutz zentrale Regierungsaufgabe
(Berlin) - Vor dem Hintergrund des anstehenden CDU-Parteitags ruft der NABU die Union dazu auf, den Naturschutz als zentrale Regierungsaufgabe zu verstehen – für eine lebenswerte Zukunft und einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland.
„Die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine zentrale wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufgabe“, erklärt Johann Rathke, Leiter Politik und Strategie beim NABU. „Intakte Natur, saubere Wasserressourcen sind Grundlage für unsere Lebensqualität und innovative Klimaschutztechnologien ein Wirtschaftstreiber.“
Die Mehrheit der Bevölkerung in der Mitte der Gesellschaft ist von diesen Themen bewegt: Für fast eine Million NABU-Mitglieder und Fördernde hat der Naturschutz hohe Priorität. Rathke verweist auf eine repräsentative Umfrage aus dem Herbst 2025: „Fast neunzig Prozent der Unionswählerinnen und -wähler wünschen sich Maßnahmen, um die Natur langfristig zu erhalten und wiederherzustellen.“ Der NABU, als größter Ehrenamtsverband im Naturschutz, übernimmt hier Verantwortung und steht bereit, gemeinsam mit Politik und Wirtschaft Lösungen zu gestalten: „Dass Naturschutz und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Hand in Hand gehen können, zeigen wir beispielsweise mit unseren Wirtschaftspartnern. Wir entwickeln praxistaugliche Lösungen und reichen die Hand für eine gemeinsame Mitgestaltung“, so Rathke.
Eine lebendige Zivilgesellschaft ist dabei unerlässlich. Bürgerschaftliches und zivilgesellschaftliches Engagement stärkt den Zusammenhalt in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spaltung droht. Die Unionsparteien haben in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich einen rechtstaatlichen Rahmen für die soziale Marktwirtschaft mitaufgebaut und messen dem Ehrenamt ausdrücklich Bedeutung bei. Rathke betont: „Ehrenamtliches Engagement und eine starke Zivilgesellschaft gehören zusammen. Umwelt- und Naturschutz wiederum sind keine Hindernisse für die soziale Marktwirtschaft, sondern wichtige Grundpfeiler. Eine intakte Umwelt ist die Basis unseres Wirtschaftens und unsere Natur- und Kulturlandschaften stiften Identität.“ Umweltverbände wie der NABU sind ausgewiesene Experten und Ansprechpartner für komplexe Fragestellungen. Sie bündeln die Interessen der Wählerinnen und Wähler und bringen Fachwissen ein. Umso wichtiger ist es, dass Parteien der Mitte diese zivilgesellschaftliche Partizipation nicht in Frage stellen.
Rathke warnt vor aktuellen Entwicklungen: „Auf EU- und nationaler Ebene gibt es eine massive Welle an Deregulierung. Die Schwächung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutzinstrumenten gefährdet unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Resilienz. Ohne ausreichende Wasserressourcen gibt es keine Ernährungssicherheit, ohne Flussrenaturierung keinen Hochwasserschutz.“ Er ergänzt: „Die Union hat die Chance, mit Weitsicht und Mut die Weichen für ein modernes, ökologisch und ökonomisch starkes Deutschland zu stellen. Der NABU steht bereit, diesen Weg gemeinsam zu gehen – für Natur, Wirtschaft und Gesellschaft.“
Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Charitéstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 284 984-0
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