Pressemitteilung | Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA)

Netzentgelte verharren auf hohem Niveau / Durchleitungskosten in Ostdeutschland deutlich höher als im Westen

(Hannover) - Steigende Energiekosten gefährden den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. Der Preisvergleich für Netzentgelte des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) ergab einen durchschnittlichen Rückgang um lediglich 0,03 Cent/Kilowattstunde. "Diese kaum spürbare Preissenkung entlastet die deutsche Industrie nicht", bemängelt VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke. "Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Ökostrom-Umlage 1,5 Cent/Kilowattstunde höher. Au-ßerdem stiegen die Großhandelspreise seit Fukushima um rund 1 Cent/Kilowattstunde."

Der dringend erforderliche Netzausbau im Rahmen der Energiewende wird die Durch-leitungskosten voraussichtlich weiter in die Höhe treiben. Die Anreizregulierung zeigt nach wie vor keine Kosten dämpfende Wirkung. Der VEA fordert die Politik unverzüglich zum Handeln auf. Die Regulierungs-behörden benötigen dringend schärfere Vorgaben zum Steigern der Effizienz im "Monopolbereich Netz".

Der VEA vergleicht flächendeckend die Preissysteme von rund 850 deutschen Netz-betreibern. Die größten Preisdifferenzen zwischen den Anbietern betragen über 400 Prozent. Signifikante regionale Unterschiede fallen besonders auf. Nach wie vor liegen die Durchleitungskosten in den neuen Bundesländern deutlich höher als in Westdeutschland.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer Zeißstr. 72, 30519 Hannover Telefon: (0511) 98480, Telefax: (0511) 9848-188

(cl)

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