Neue Allianz: armutserfahrene Menschen und Bäuer*innen arbeiten zusammen
(Berlin) - Es ist ein besonderes Beispiel für gesellschaftlichen Zusammenhalt: Landwirt*innen und Menschen mit Armutserfahrung setzen sich Hand in Hand für das Recht auf gutes Essen für alle ein. Ein deutliches Signal in Richtung Bundesregierung und deutschen Ernährungstag.
Bei einer politischen Tagung zu Ernährungsarmut und Landwirtschaft in Berlin sitzen heute armutserfahrene Menschen mit Bäuer*innen an einem Tisch. Ihre wichtigste Botschaft: Gemeinsam ist es möglich, politische Lösungen zu finden, von denen alle profitieren. Mit dabei sind Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU, Die Grünen und Die Linke.
Bernd Schmitz, Landwirt in der Nähe von Bonn und stellv. Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), ist der Zusammenschluss wichtig. “Wir Bäuer*innen und Menschen mit Armutserfahrung sitzen in einem Boot. Trotzdem werden wir eher gegeneinander ausgespielt, als dass unsere Gemeinsamkeiten betont werden”. Schmitz weiter: “Eins ist klar: Die gegenwärtige Politik gefährdet eine Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft. Aber sie hilft auch nicht den Menschen mit zu wenig Geld für unsere hochwertigen Produkte.“
„Wir Menschen mit Armutserfahrung und Landwirt*innen ziehen jetzt an einem Strang“, bestätigt Renate Antonie Krause aus dem Koordinationskreis der nationalen Armutskonferenz (nak). „Die anwesenden Politiker*innen müssen das begreifen. Sie müssen hinhören und aus unseren gemeinsamen Erfahrungen lernen. Dann ist eine Welt möglich, in der alle Menschen Zugang zu gesunder, nachhaltig produzierter Nahrung haben und gleichzeitig Bäuer*innen von ihrer Arbeit gut leben können“, appelliert Krause.
Die Bedeutung der Tagung, auch für die internationale Zusammenarbeit, betont Stig Tanzmann, Referent für Landwirtschaft bei Brot für die Welt: „Die nationale Umsetzung des Rechts auf gute Nahrung, als Teil des Völkerrechts, ist die Verantwortung aller Staaten, nicht nur der im Globalen Süden. Auch Deutschland ist dazu verpflichtet“. Tanzmann weiter: „Die Bundesregierung kann hier viel von unseren Partnern in der ganzen Welt lernen“.
Mit der Tagung setzt das außergewöhnliche Bündnis an Veranstaltern aus den Bereichen Armutsvertretung und Landwirtschaft, Menschenrechte und Freie Wohlfahrtspflege sowie Entwicklungsorganisationen ein klares Zeichen für sozialen Zusammenhalt und Mitbestimmung.
Quelle und Kontaktadresse:
FIAN Deutschland e.V., Gottesweg 104, 50939 Köln, Telefon: 0221 47449110
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