Neue Exportchancen für Agrarprodukte / Sonnleitner reiste mit Wirtschaftsdelegation in den Nahen Osten
(München) - In den wirtschaftswachstumsstarken Ländern des Nahen Ostens liegen wichtige auszubauende Absatzmärkte für deutsche Agrarprodukte. Dort eröffnen sich vielversprechende Potentiale, unsere Produkte am dort wachsenden Markt unterzubringen. Dies sagte der Präsident des Deutschen und des Bayerischen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, der mit einer Wirtschaftsdelegation auf Einladung von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos in die Golfregion gereist war.
Eine hochrangige Wirtschaftsdelegation mit 35 Managern, darunter BDI-Präsident Jürgen Thumann, Vorstandsmitglieder deutscher Banken und Maschinenhersteller wie MAN nutzten die Reise des Wirtschaftsministers, um die Handelsbeziehungen zu den kaufkräftigen Ländern des Nahen Ostens auszubauen. Mit der Einladung zu dieser Reise kommt die Bundesregierung der Forderung des Deutschen Bauernverbandes nach, die sich bietenden Chancen auf den Märkten Osteuropas, Russlands und Asiens durch entsprechende Exportoffensiven zu begleiten.
Deutsche Agrargüter genießen hohes Ansehen
Der Nahe Osten bleibt ein wichtiges Exportzielland für deutsche Agrarprodukte wie zum Beispiel Zuchtrinder, Milchprodukte und Zucker, unterstrich Sonnleitner. Der Golfkrieg und die BSE-Krise beeinflussten deutlich negativ den Export von Agrarprodukten aus Deutschland. Wichtigster Handelspartner für die Region sei nach wie vor die USA. Doch würden auch deutsche Agrargüter und Lebensmittel in der Golfregion hohes Ansehen genießen, was gute Voraussetzungen seien, um den Außenhandel stärker auszubauen. So seien in Saudien-Arabien, den Vereinigten Ararbischen Emiraten und Kuweit die Selbstversorgungsquoten bei den Agrarprodukten niedrig. Daher seien nach Aussage Sonnleitners die dort ansässigen Unternehmen sehr interessiert, beispielsweise an Molkereiprodukten und Zucker aus Deutschland. Mit Blick auf den Zuckerbedarf in den arabischen Staaten forderte Sonnleitner, dass die EU alle Möglichkeiten zu Exporten ausschöpfen müsse. Traditionelle Absatzmärkte für Zucker dürften nicht durch einen Rückzug der EU von den Weltzuckermärkten gefährdet werden.
Exportchancen lägen auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das zu den wohlhabendsten Ländern der Welt zählt. Derzeit würden in dieser Region alle Zeichen auf Wachstum und Modernität stehen. Da nur etwa 25 Prozent der verkauften Nahrungs- und Genussmittel aus heimischer Produktion stammten, sei das Land stark auf Außenhandel angewiesen. Im Jahr 2005 wurden Nahrungsmittel im Wert von gut 140 Millionen Euro, davon entfielen knapp 60 Millionen Euro auf Zucker, aus Deutschland exportiert. Da das Land die Ansiedlung eigener Fertigungsanlagen sehr fördere, sei auch die Belieferung mit Grundstoffen eine Möglichkeit, am Wachstum dieses Landes teilzunehmen.
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