Neue Lehrerstellen werden dringend benötigt / BLLV-Präsident Albin Dannhäuser sieht Erfolg des massiven Drängens seines Verbandes
(München) - Die Absicht der Bayerischen Staatsregierung, im nächsten Doppelhaushalt Hunderte neuer Lehrerplanstellen zu schaffen, ist aus der Sicht des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) ein Signal, dass wenigstens mittelfristig übergroße Klassen und massive personelle Engpässe abgebaut werden können. „Wir hoffen, dass durch die Bewilligung zusätzlicher Stellen endlich Schluss damit ist, weitere Lehrerstellen aus Grund-, Haupt- und Förderschulen in andere Schularten der Sekundarstufe zu verschieben“, stellte BLLV- Präsident Albin Dannhäuser fest. Nach Berechnungen des BLLV wären jedoch mindestens 1.000 neue Lehrerstellen erforderlich, um die Unterrichtsversorgung auf hohem Niveau zu sichern und die von der Staatsregierung in Aussicht gestellten individuellen Fördermaßnahmen wirkungsvoll umzusetzen.
Die Bereitstellung neuer Lehrerstellen wäre für den BLLV ein sichtbarer Erfolg seines massiven Drängens in den letzten Monaten. Noch unmittelbar vor Beginn der Sommerferien hatte Dannhäuser an Finanzminister Faltlhauser appelliert, die angespannte Personalsituation zu mildern und gezielte pädagogische Förderprogramme zu ermöglichen. Er forderte kleinere Klassen, mehr individuelle Sprachförderung, mehr Personal für jahrgangskombinierte Klassen und Ganztagsklassen und einen zügigen Ausbau der Schulsozialarbeit. Scharf kritisierte der BLLV-Präsident, dass bei den Hauptschulen in den letzten beiden Jahren 1.184 Lehrerstellen gestrichen wurden. Dieses Personalkontingent wäre dringend erforderlich, um durch gezielte Förderung zu verhindern, dass 10 Prozent der Haupt- und Förderschüler die Schule ohne Abschluss verlassen.
Dannhäuser: „Für Einsparungen bei den jüngsten und schwächsten Schülern fehlt dem BLLV jedes Verständnis. Was an der falschen Stelle im Schulsystem gespart wird, kommt die Gesellschaft teuer zu stehen.“ Mit dem Vorhaben des Kabinetts, mehrere Hundert Lehrerstellen neu zu schaffen, sieht der BLLV realistische Chancen, dass Kultusminister Schneider sein angekündigtes Konzept zur Stärkung der Hauptschule und zu gezielten Förderung ihrer Schüler umsetzen kann. „Eine überzeugende Hauptschulpolitik ist ebenso wie eine wohnortnahe Schulversorgung in allen Regionen Bayerns die Nagelprobe für das gegliederte Schulsystem“, betonte Dannhäuser.
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
Andrea Schwarz, Pressereferentin
Bavariaring 37, 80336 MĂĽnchen
Telefon: (089) 72100129, Telefax: (089) 72100155
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