Neue Norm reduziert Umweltbelastung bei Geräten der Unterhaltungselektronik
(Frankfurt am Main) - Seit 1990 ist der Stromverbrauch um mehr als 30 Prozent gestiegen - trotz erheblicher Effizienzsteigerungen bei Geräten, Netzen und Prozessen. Wenn es nicht gelingt, beim Stromverbrauch erhebliche zusätzliche Einspar- und technisch bereits realisierbare Effizienzpotentiale zu generieren, wird sich der Trend zum Mehrverbrauch fortsetzen. Durch die Verringerung der Stand-by-Verluste von Audio/Video(AV)-Geräten sowie Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) kann Energie von bis zu zehn Terawattstunden (TWh) eingespart werden, so die Ergebnisse der VDE-Studie "Effizienz- und Einsparpotentiale elektrischer Energie in Deutschland - Perspektiven bis 2025 und Handlungsbedarf". Einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz leistet die Normung. So liefert die bei der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) jetzt erschienene Norm IEC 62075 einen umfassenden Ansatz zur Verminderung von negativen Umwelteinflüssen. Die Norm ist in Deutschland als DIN EN 62075 "Audio/Video-, Informations- und Kommunikationstechnikgeräte - Umweltbewusstes Design" voraussichtlich ab Herbst 2008 verfügbar.
Norm berücksichtigt alle Aspekte im Produktzyklus
Sie gilt für alle Endgeräte aus den Bereichen Audio/Video, Informations-, Kommunikations- sowie der Unterhaltungstechnik, wie Fernsehgeräte, Computer und Mobiltelefone. Die Norm unterstützt die Entwickler dabei, bereits zu Beginn des Konstruktions- und Entwurfsprozesses optimal hinsichtlich der Energieeffizienz und der Vermeidung beziehungsweise Verminderung von negativen Umwelteinflüsse zu entscheiden. So hilft die IEC-Norm 62075 den Konstrukteuren, den gesamten Lebenszyklus eines Gerätes zu betrachten, angefangen bei der Materialauswahl und dem Energieverbrauch während der Herstellung, über die Effizienz im eingeschalteten Zustand oder während der Bereitschaft, bis hin zur umweltgerechten und sicheren Entsorgung des Gerätes am Ende des Lebenszyklus. Die Entwickler müssen jetzt die Energieeffizienz des Gerätes, die Verwendung verschiedener Materialien, wie beispielsweise unterschiedliche Kunststoffarten, und die Produktverpackung berücksichtigen. Um die Energieeffizienz zu verbessern, hilft die Norm bei der Beschreibung unterschiedlicher Betriebsmodi und den zu berücksichtigenden relevanten Vor- und Nachteilen. Darüber hinaus weist die Norm auf geltende oder in Kraft tretende Umweltbestimmungen hin und verweist auf eine Vielzahl von Umweltbehörden in der gesamten Welt.
Normungsexperte Dr. Stefan Heusinger von der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) erläutert: "Die IEC-Norm hilft Entwicklern und Konstrukteuren bei der Berücksichtigung aller umweltrelevanten Aspekte, die während des Lebenszyklus eines Produkts eine Rolle spielen. Wenn die Designer dazu gebracht werden können, bereits zu Beginn des Zyklus ganzheitlich zu denken, stellt dies für alle ein Gewinn dar - nicht nur für die Industrie, sondern in erster Linie für Verbraucher und Umwelt."
Die Norm wurde im Technischen Kommittee "Safety of electronic equipment within the field of audio/video, information technology and communication technology" (TC 108) der IEC ausgearbeitet. Zuständig in Deutschland ist das nationale Arbeitsgremium "Sicherheit elektronischer Einrichtungen für Audio/Video-, Informations- und Kommunikationstechnik" (K 711) der DKE. Die vom VDE getragene DKE ist das deutsche Nationale Komitee der IEC. Sie erarbeitet Normen und Sicherheitsbestimmungen für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Rund 3.500 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erarbeiten ehrenamtlich das VDE-Vorschriftenwerk in der DKE. Nähere Informationen unter www.dke.de.
Quelle und Kontaktadresse:
VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.
Dr. Walter Börmann, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stresemannallee 15, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 63080, Telefax: (069) 6312925
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