Neue Rollenbilder in der Familie akzeptieren: Der SchlĂĽssel fĂĽr mehr Gleichstellung
(Berlin) - Zum Internationalen Frauentag 2009 am 8. März erklärt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv):
In den letzten Jahren ist in punkto Gleichstellung zumindest in den Familien einiges in Bewegung gekommen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Gesellschaft heute ein Wirtschaftsfaktor ist. Für den Familienalltag folgt daraus, neue Rollenbilder zu probieren, zu akzeptieren und auszufüllen Die Politik begleitet diese Veränderungsprozesse, indem sie bessere Ausgangsbedingungen schafft. Rollenbilder sind aber Produkte unserer Köpfe - und nur von dort aus werden sie sich ändern. Davon sind Frauen, Männer und auch die ältere Generation gleichermaßen betroffen. Paradebeispiel sind junge Väter, die sich nicht mehr auf die Ernährerrolle festlegen lassen, sondern alle Facetten des Familienlebens als Bereicherung erfahren. Wenn es gelingt, dass immer mehr Männer diese Herausforderungen annehmen, sind wir in Sachen Gleichstellung auf einem guten Weg.
Der Deutsche LandFrauenverband begrüßt die aktuellen Entwicklungen und setzt sich für ein modernes Familienbild ein. Familie und Beruf stehen auf den bäuerlichen Höfen schon seit jeher auf besonders effiziente Weise miteinander in Einklang. Deshalb sehen wir uns in der Pflicht, die Erfahrungen dieser Kultur in die Gesellschaft zu tragen.
Das ist auch aus einem anderem Aspekt heraus wichtig: In der Landwirtschaft besteht das Familieneinkommen schon heute aus einem Mix: Zu- und Nebenerwerbe sind wichtige Einnahmen für die Familienkasse. Oft wird dies von den Frauen erbracht. Es hängt viel von den regionalen Arbeitsmarktbedingungen ab, wer wie und in welchem Umfang Einkommen erzielen kann. Familienarbeit kann unter diesen Bedingungen nur noch partnerschaftlich geleistet werden. Diese Rollenverschiebung verlangt auch der älteren Generation viel Verständnis ab, denn mit den Rollenbildern ändern sich auch die Lebensmodelle. Das erfordert Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Nur so wird sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch unter den gewandelten Anforderungen durchsetzen lassen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen



