Neue Zahlen zum Unfallrisiko in verschiedenen Verkehrsmitteln / "Eisenbahnen fahren Konkurrenten auf der Straße davon"
(Berlin) - Jahrelange Missachtung von Wartungsintervallen in Berlin, Achsbrüche, Probleme mit den Radsätzen - selten ist soviel über die Sicherheit im Eisenbahnverkehr diskutiert worden wie in den vergangenen Monaten. Nun gibt es offizielle Zahlen für das Jahr 2008. Ergebnis: Bahnfahren wird in Deutschland immer sicherer. Im Vergleich zum Auto haben die Bahnen ihren Sicherheitsvorsprung sogar noch ausgebaut.
Wie die Allianz pro Schiene am Mittwoch (17. März 2010) in Berlin mitteilte, kletterte der Sicherheitsvorsprung des Bahnreisens im Vergleich zur Autofahrt im Mehrjahresdurchschnitt vom Faktor 90 auf 96 (Verletzungsrisiko) bzw. vom Faktor 47 auf 63 (Risiko, tödlich zu verunglücken). Anders formuliert: Pro zurückgelegtem Personenkilometer ist das Risiko, im Auto tödlich zu verunglücken, 63mal höher als in der Bahn, das Verletzungsrisiko ist im Pkw 96mal größer als im Zug.
Auch der im Vergleich zum Pkw deutlich sicherere Bus liegt im Mehrjahresschnitt klar hinter der Bahn. Im Bus ist das individuelle Risiko, während der Reise tödlich zu verunglücken, pro zurückgelegtem Kilometer 4mal größer als im Zug und das Verletzungsrisiko gar 27mal höher als in der Bahn.
"Die Eisenbahnen fahren in punkto Sicherheit den Konkurrenten auf der Straße davon. Sie liegen praktisch uneinholbar vor Pkw, Motorrad und Bus. "Wenn die Bahnen ihren Sicherheitsvorteil weiter ausbauen wollen, wofür wir uns sehr einsetzen, dürfen sich die in den vergangenen Monaten bekannt gewordenen Unzulänglichkeiten nicht wiederholen", kommentierte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege die aktuellen Zahlen, die in der Broschüre "Mit Sicherheit Bahn" zusammengefasst sind.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.allianz-pro-schiene.de/.
Quelle und Kontaktadresse:
Allianz pro Schiene e.V.
Dr. Barbara Mauersberg, Pressesprecherin
Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2462599-0, Telefax: (030) 2462599-29
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