Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)
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Neuer Negativrekord am Arbeitsmarkt / Die Reformen müssen weitergehen

(Berlin) - Mit der höchsten Juli-Arbeitslosenzahl seit der Wiedervereinigung hat Deutschland einen neuen traurigen Rekord aufgestellt. Der Negativrekord macht vor allem deutlich, dass die Reformen am Arbeitsmarkt dringend fortgesetzt und intensiviert werden müssen. Deutschland braucht weitergehende Reformen für mehr wirtschaftliche Dynamik, mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze. Dies sind auch die Voraussetzungen für mehr Ausbildungsplätze und eine Steigerung der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Dagegen dürfen die alten gescheiterten Instrumente der früheren Arbeitsmarktpolitik nicht wieder aus der Mottenkiste geholt werden. Die über 10%-ige Steigerung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, vor allem in Ostdeutschland, ist eine Sackgasse, die schnell wieder verlassen werden muss, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände heute in Berlin.

Schon ohne Berücksichtigung der statistischen Änderungen übertrifft die Zahl der Arbeitslosen mit 4,359 Millionen sogar die bisherige Rekordmarke aus dem Jahr 1997. Gegenüber dem Juli des ohnehin schon schlechten Vorjahres ergibt sich eine Steigerung um etwa 90.000. Die Arbeitslosenquote steigt damit von zuletzt 10,2 Prozent auf jetzt 10,5 Prozent. Auch saisonbereinigt hat die Arbeitslosenzahl um 11.000 gegenüber dem Vormonat angezogen. Ein vollständiges Bild der Misere ergibt sich aber erst, wenn die statistisch nicht mehr ausgewiesenen 84.000 Teilnehmer an Trainingsmaßnahmen hinzugerechnet werden. Auch auf der Beschäftigungsseite des Arbeitsmarktes zeigt sich ein ernstes Bild. Die jetzt verfügbaren Mai-Zahlen weisen einen Rückgang um 100 000 Erwerbstätige gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Leicht rückläufig ist auch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen mit jetzt noch knapp 300.000, erklärte die BDA.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA) Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: 030/20330, Telefax: 030/20331055

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