Pressemitteilung | Deutscher Brauer-Bund e.V. (DBB)
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Neuer Präsident des Brauer-Bundes setzt auf Dialog und Verantwortung / Empfehlungen des Drogen- und Suchtrates bekämpfen nicht den Missbrauch

(Berlin) - Die deutsche Brauwirtschaft begrüßt die Präventionsansätze in den heute (17. Juni 2008) vom Drogen- und Suchtrat in Berlin vorgestellten „Empfehlungen für ein nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention“. Sie steht den ebenfalls ausgesprochenen repressiven Maßnahmen aber sehr kritisch gegenüber.

Alle wesentlichen Maßnahmen zielen auf die Reduktion des Gesamtkonsums von alkoholischen Getränken in Deutschland ab, obwohl dem Drogen- und Suchtrat bewusst ist, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Gesamtkonsum und den Missbrauchsfällen speziell unter Jugendlichen gibt. Seit 1999 ist nach Angaben des statistischen Bundesamtes der Alkoholkonsum in Deutschland belegbar rückläufig. Dennoch haben die Fälle exzessiven Alkoholkonsums unter Jugendlichen in den letzten Jahren zugenommen.

Aus Sicht der Brauwirtschaft sind Verbote und Reglementierungen zur Bekämpfung des Missbrauchs nicht zielführend. Deswegen empfiehlt die Brauwirtschaft bundesweite einheitliche Präventions-, Aufklärungs- und Mobilisierungs-Kampagnen, die an den tatsächlichen Ursachen des Missbrauchs ansetzen. Die bisherigen Bemühungen von Seiten der Politik erreichen vor allem die Zielgruppe der Jugendlichen nicht. Wolfgang Burgard, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes: „Problematisch ist nicht der verantwortungsvolle Konsum alkoholhaltiger Getränke, wie ihn die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung pflegt, sondern der Missbrauch einer kleinen Gruppe, vor allem von Jugendlichen.“

Verbotskultur bietet keine Lösung

„Wir brauchen keine neuen Beschränkungen, Reglementierungen, Bestimmungen, Verbote oder Gesetze. Wir müssen die bestehenden Jugendschutzgesetze und Regelungen nur anwenden und einhalten“, so Burgard weiter. Es wäre sinnvoll und wünschenswert, wenn sich alle politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gruppen zu einem gemeinsamen Aktionsprogramm zusammenfinden würden. Die deutschen Brauer haben bereits mehrfach ihre Bereitschaft zum Dialog und zur Mithilfe signalisiert.

Auf dem Deutschen Brauertag am 13. Juni in Berlin hat der Deutsche Brauer-Bund ein gemeinsames Programm zur wirkungsvollen Bekämpfung von Alkoholmissbrauch für die gesamte Brauwirtschaft verabschiedet. Als neuer Präsident des Brauer-Bundes lädt Burgard alle Beteiligten aus Politik und Gesellschaft ein, gemeinsam mit den Fachleuten aus der Wirtschaft ein Maßnahmepaket zu erarbeiten, das es ermöglicht, Alkoholmissbrauch insbesondere bei Jugendlichen wirkungsvoll und nachhaltig zu bekämpfen. Damit folgen die Brauer dem Vorschlag von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die zur Gründung eines Runden Tisches aufgefordert hat: „Ich bin dagegen, dass wir jetzt neue gesetzliche Aktivitäten entfalten. Vielmehr müssen wir im Bereich der Vorbeugung, Aufklärung arbeiten“, so Merkel in ihrem Internet-Podcast vom 10. Mai 2008.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Brauer-Bund e.V. (DBB) Marc-Oliver Huhnholz, Pressesprecher Neustädtische Kirchstr. 7a, 10117 Berlin Telefon: (030) 2091670, Telefax: (030) 20916799

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