Pressemitteilung | Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.
Anzeige

Neuer Rekord beim Immobilientransaktionsvolumen 2015 / Immobilieninvestitionen legen um mehr als 12 Prozent zu / Höchster prozentualer Anstieg in Brandenburg / Höchster Umsatz in Bayern mit über 44 Milliarden Euro

(Berlin) - Auf den deutschen Immobilienmärkten sind im vergangenen Jahr 219,4 Milliarden Euro investiert worden. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erfassungen 1988. Gegenüber 2014 ist dies ein Anstieg um rund 24 Milliarden Euro beziehungsweise 12,3 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbands IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens. "Die Schallmauer von 200 Milliarden ist durchbrochen, der deutsche Immobilienmarkt boomte auch wieder im vergangenen Jahr", sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD. "Aufgrund der soliden Wirtschaft in Deutschland und geopolitischen Krisen im Ausland gilt der deutsche Immobilienmarkt bei vielen Investoren weiterhin als sicherer Hafen."

Brandenburg und Hamburg mit den prozentual stärksten Transaktionsanstiegen

Außer im Saarland sind die Immobilienumsätze in allen Bundesländern mehr oder minder stark gestiegen. Das stärkste Umsatzwachstum hat es in Brandenburg (+35,97 Prozent auf 4,87 Milliarden Euro), in Hamburg (+33,04 Prozent auf 10,64 Milliarden Euro) und in Schleswig-Holstein (+27,18 Prozent auf 8,38 Milliarden Euro) gegeben. In Brandenburg wurde die Grunderwerbsteuer zum 1. Juli 2015 von fünf auf 6,5 Prozent erhöht. Das könnte zu einem erhöhten Transaktionsvolumen im Vorfeld maßgeblich beigetragen haben und somit den starken Gesamtanstieg 2015 zum Teil erklären. Zudem profitiert das Berliner Umland immer stärker vom Immobilienboom in der deutschen Hauptstadt. Im zweistelligen Prozentpunktebereich sind die Transaktionsvolumina auch in Berlin (+20,61 Prozent auf 16 Milliarden Euro) und Bremen (+18,26 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro) gestiegen. Ein Umsatzrückgang war im Saarland mit einem Minus von 15,82 Prozent zu verzeichnen. Das Transaktionsvolumen ist von 1,53 auf 1,29 Milliarden Euro gesunken.

Bayern vor Nordrhein-Westfalen erneut mit den höchsten Umsätzen

Wie in den Jahren zuvor wurden auch 2015 mit 44,87 Milliarden Euro die höchsten Umsätze in Bayern erzielt. Im Vorjahresvergleich sind die Umsätze noch einmal um 10,19 Prozent angestiegen. An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen mit 38,99 Milliarden Euro. Hier ist das Transaktionsvolumen um knapp 1,63 angewachsen. Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg mit einem Umsatz von 32,09 Milliarden Euro - ein Plus von 18,07 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Zur Ermittlungsmethode

Das Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise der Immobilienumsatz umfasst sämtliche private und gewerbliche Immobilientransaktionen, für die Grunderwerbsteuer zu entrichten sind. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen - mit Ausnahme der Fälle, bei denen Erbschafts- und Schenkungssteuer anfallen, sowie Share-Deals - dieser besonderen Umsatzsteuer unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.

Steuersätze für die Grunderwerbsteuer (Stand: 1.1.2016)

Baden-Württemberg: 5 Prozent
Bayern: 3,5 Prozent
Berlin: 6 Prozent
Brandenburg: 6,5 Prozent
Bremen: 5 Prozent
Hamburg: 4,5 Prozent
Hessen: 6 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 5 Prozent
Niedersachsen: 5 Prozent
Nordrhein-Westfalen: 6,5 Prozent
Rheinland-Pfalz: 5 Prozent
Saarland: 6,5 Prozent
Sachsen: 3,5 Prozent
Sachsen-Anhalt: 5 Prozent
Schleswig-Holstein: 6,5 Prozent
Thüringen: 5 Prozent

Quelle und Kontaktadresse:
Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V. Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin Littenstr. 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 275726-0, Fax: (030) 275726-49

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige