Nicht ohne die alte Pendlerpauschale / BDL: Entwicklung der ländlichen Räume nicht behindern
(Berlin) - „Die Pendlerpauschale ab erstem Kilometer muss wieder her. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit“, so Iris Comdühr, stellv. Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Nicht nur die Ansprüche an die Flexibilität und Mobilität der ArbeitnehmerInnen steigen beständig, sondern auch die Kosten dafür. „Wer also weite Wege zur Arbeit in Kauf nimmt, ohne die Berufstätigkeit im ländlichen Raum nun mal kaum funktioniert, kürzt sich damit selbst den Lohn“, so die stellv. BDL-Bundesvorsitzende.
Durch die erheblich geringere infrastrukturelle Dichte haben die BewohnerInnen der ländlichen Räume ohnehin schlechtere Karten als StädterInnen. Eine Rückkehr zur alten Pendlerpauschale sei daher ein deutliches Zeichen, dass die Menschen in den ländlichen Räumen mit ihren Sorgen und Problemen ernst genommen werden, so Iris Comdühr.
„Wir können nicht warten, bis alle, die ihr Geld nicht in der Landwirtschaft verdienen, dem ländlichen Raum den Rücken gekehrt haben. Eine Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale ist dringend und umgehend nötig“, mahnt die stellvertretende BDL-Vorsitzende. Seit 2007 darf die Pauschale erst ab dem 21. Kilometer Entfernung zum Arbeitsplatz geltend gemacht werden. Es gilt das so genannte Werkstorprinzip. „Als ob die Fahrt zur Arbeit ein Privatvergnügen und nicht berufsnotwendig wäre“, sagt sie.
Der BDL steht mit seiner Forderung, die ab 2007 geltende Kürzung zurückzunehmen, nicht allein da. 85 Prozent der Deutschen sprechen sich laut ZDF-Politikbarometer für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab Kilometer eins aus. Neben dem klaren Bekenntnis der CSU gibt es auch deutliche Signale aus den anderen Parteien, die die Rückkehr zu der ursprünglichen Regelung befürworten.
Die Kürzung der Entfernungspauschale ist verfassungsrechtlich umstritten. Das Bundesverfassungsgericht wird dazu am 10. September verhandeln.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Carina Gräschke, Pressereferentin, Presseabteilung
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
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