Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sind wirksam und nebenwirkungsarm
(Berlin) - Nahezu 40 Prozent der nicht verschreibungspflichtigen Medikamente sind nach Angaben der Stiftung Warentest komplett positiv und unbedenklich. Bei den anderen Medikamenten benötigt der Patient Informationen und Wissen, um den Nutzen der Medikamente voll auszuschöpfen und gleichzeitig Nebenwirkungen auszuschließen. Stiftung Warentest benennt Nebenwirkungen, die bei unsachgemäßem Gebrauch auftreten können. "Genau dieses Problem muss angegangen werden. Deshalb wollen wir als pharmazeutische Industrie Patienten und Patientinnen umfassend informieren. Zusätzlich brauchen wir aber auch den Apotheker, der im direkten Kontakt die Patienten aufklärt. Die pharmazeutischen Unternehmen tun alles, was in ihrer Macht steht, um auf mögliche Risiken hinzuweisen, denn es ist unser ureigenstes Interesse, dass Arzneimittel sicher und richtig angewendet werden" erklärte Prof. Barbara Sickmüller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des BPI.
Entgegen der Aussagen im Handbuch der Stiftung Warentest erwecken erste Presseberichte den Eindruck, die Wirkung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel sei nicht oder nicht ausreichend nachgewiesen. Dies zeugt von mangelnder Information. Alle Arzneimittel, die in Deutschland zu kaufen sind, haben die Zulassung durchlaufen und mussten bei den Zulassungsbehörden ihre Wirksamkeit nachweisen, dazu auch Qualität, und Unbedenklichkeit. Gerade dann, wenn Produkte nur sehr geringe Nebenwirkungen aufweisen, können sie aus der Rezeptpflicht herausgenommen werden, um dann ohne ärztliche Verordnung erhältlich zu sein. Viele Medikamente der Komplementärmedizin sind bekannt für ihre Nebenwirkungsarmut und daher nicht verschreibungspflichtig. "Es ist gut, dass sich Stiftung Warentest auch mit dem Arzneimittelmarkt auseinandersetzt. Doch nun ist auch die Presse aufgerufen, sachlich zu berichten und nicht den Eindruck zu erwecken, dass die Wirkung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente nicht nachgewiesen sei oder dass sie gar gefährlich sind. Denn beides ist schlichtweg falsch" so Sickmüller.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)
Pressestelle
Friedrichstr. 148, 10117 Berlin
Telefon: (030) 27909-0, Telefax: (030) 2790361
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