Niedrigpreise von Aldi & Co gehen langfristig auf Kosten der Verbraucher
(Berlin) - "Die extremen Niedrigpreise bei Lebensmitteln, wie bei Milch, Milchprodukten, Gemüse und Saft, liefern den Verbrauchern falsche Signale. Sie verlieren das Gefühl für gute Standards und höhere Qualitäten", beschreibt Brigitte Scherb die Folgen der aktuellen Niedrigpreispolitik von Aldi & Co. Die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) sieht aber für die Verbraucherinnen und Verbraucher noch weitere Nachteile: Im Lebensmittelbereich würden Niedrigpreise vor allem als strategische Preise des Handels eingesetzt - als sogenannte Lockangebote. Bei anderen Produkten bzw. über die abgesetzte Masse hole sich der Handel dann das Geld wieder zurück.
Die LandFrauen weisen auch darauf hin, dass die Niedrigpreispolitik bei Lebensmitteln zwar kurzfristig die Geldbeutel der Verbraucher schone, langfristig aber Verbrauchern und Steuerzahlern einen hohen Preis abverlange. "Es werden damit Strukturen im ländlichen Raum zerstört - ganze Bauernfamilien verlieren ihre wirtschaftliche Grundlage und Perspektive. Das erzeugt immense Folgekosten für die Sozialkassen und in der Landschaftspflege", so Scherb. "Außerdem führt uns das geradewegs in die Abhängigkeit von Importen bei Frischeprodukten", gibt die Präsidentin weiter zu bedenken. Dass dies nicht im Sinne der Verbraucher ist, zeigt die hohe Präferenz für regional erzeugte Waren.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
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Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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