Pressemitteilung | dbb bundesseniorenvertretung

Nullrunde: Renten sind kein Geschenk eines gütigen Staates

(Mainz) - Vor weiteren unausgewogenen Eingriffen in wohlerworbene Rechte der Rentner warnt der Bundesvorsitzende des Bundes der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH) im DBB, Dr. Herbert Bartsch (Mainz): „Renten sind kein Geschenk eines gütigen Staates, sondern in einem langen Berufsleben erarbeitet.“ Wer jahrzehntelang in die Rentenkassen eingezahlt habe in dem Vertrauen, dass er im Alter anständig versorgt sein werde, der dürfe zu Recht verlangen, dass die Versprechungen von einst ohne Abstriche erfüllt werden.

Die derzeitigen Rentner seien nicht die Schmarotzer des Sozialsystems. Sie seien es gewesen, die diesen Staat aus Schutt und Asche aufgebaut hätten. Der heutige Wohlstand gehe in erster Linie auf die Leistungen derjenigen zurück, die vor gut 50 Jahren die „Ärmel aufgekrempelt“ und beherzt zugepackt hätten – bei 48 Wochenstunden, Arbeit am Samstagvormittag und ohne Urlaubs- und vor allem ohne Kindergeld.

Es sei auch nicht wahr, dass die Rentner bisher beim Sparen ungeschoren geblieben seien. Insbesondere in den letzten 15 Jahren habe es massive Eingriffe in die Renten gegeben, dies stets, um die Altersversorgung „sicher“ zu machen unter der Devise „Denn eines ist sicher – die Rente“. Seit Jahren, so der BRH-Chef, sinke die Kaufkraft der Renten und aller anderen Altersbezüge. Und die Rentner in den mittel- und ostdeutschen Ländern warteten noch immer auf die Angleichung der Rentenwerte.

Dr. Herbert Bartsch: „Die Renten sind erspart. Sie stehen nicht zur Verfügung der Politik oder gar der Finanzbranche.“ Dass jetzt Millionen von Arbeitslosen die Sozialkassen belasten und dass die Rentenversicherung bis zum heutigen Tag versicherungsfremde Aufgaben zu bewältigen habe, diese Tatsachen dürften aber nicht den Rentenbeziehern zur Last gelegt werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen im Deutschen Beamtenbund Alicenplatz 4, 55116 Mainz Telefon: 06131/223371, Telefax: 06131/225625

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