Pressemitteilung | Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA)

Nutzen des Stromnetzes vereinzelt deutlich teurer / Bundesweiter Preisvergleich: Kosten stagnieren durchschnittlich auf hohem Niveau

(Hannover) - Die Netzentgelte in Deutschland verharren auf hohem Niveau. Das behördliche Regelungsinstrument Anreizregulierung dämpft den Preisanstieg bisher nicht. Dieses deprimierende Ergebnis zeigt der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). "Mittelständische Unternehmen zahlen durchschnittlich 0,2 Prozent mehr für das Durchleiten von Strom als noch vor einem halben Jahr", erläutert VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke. Das trifft die deutsche Wirtschaft erneut hart. Zu Jahresbeginn stiegen bereits die Strompreise dramatisch an. Der Grund war die übermäßig hohe Förderung von Ökostrom.

Der VEA verglich flächendeckend die Preissysteme von 862 deutschen Netzbetreibern. Die Durchleistungskosten in den neuen Bundesländern lagen immer noch deutlich höher als im Westen Deutschlands. Die dramatisch steigenden Netzentgelte in einigen Gebieten stellen die dort ansässigen Unternehmen vor große Probleme. So verdoppelten sich die Durchleitungskosten nahezu in Leipzig. Auch in Osnabrück müssen Unternehmen Preissteigerungen von fast 40 Prozent bei den Netzentgelten hinnehmen. Das verlässliche Planen der Stromkosten ist in diesen beiden Städten nicht mehr möglich.

"Die Anreizregulierung, die den Netzbetreibern von der Bundesnetzagentur Obergrenzen für ihre Erlöse vorgibt, zeigen bedauerlicherweise immer noch keine Wirkung. Darauf hat der VEA bereits Mitte vergangenen Jahres hingewiesen, erläutert Stuke enttäuscht. Der VEA fordert die Politik erneut eindringlich zum zügigen Nachbessern auf. Die Netzbetreiber benötigen dringend erforderliche Vorgaben zum Steigern der Effizienz im "Monopolbereich Netz". Nur dann können die Netzentgelte auf ein erträgliches Niveau sinken.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) Manfred Panitz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Zeißstr. 72, 30519 Hannover Telefon: (0511) 98480, Telefax: (0511) 9848-188

(el)

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