Pressemitteilung | BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V.
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Ökologisch bedenkliche Entscheidung / BDE kritisiert die Landesumweltminister von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein

(Berlin) - Mit Unverständnis reagiert der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) auf die Entscheidungen der Umweltministerien in Kiel und Düsseldorf, den Import von Sonderabfällen aus Australien zu untersagen. „Jetzt bleibt der Abfall länger liegen, wird zu einem geringeren ökologischen Standard oder in einem anderen europäischen Land entsorgt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Dr. Stephan Harmening. Er warf den beiden Ministern vor, sich aufgrund der vor Ort emotional geführten Diskussion gegen den fachlichen Rat des Umweltbundesamts entschieden zu haben. Das Umweltbundesamt hatte sich für eine Importgenehmigung nach Deutschland ausgesprochen und wertete die Entsorgung in deutschen Anlagen als die ökologisch beste Lösung.

Australien hatte den Export bereits genehmigt, weil in dem Land keine Anlage existiert, die diese Abfälle entsorgen kann. Konkret geht es 22 000 Tonnen Abfälle, die mit Hexachlorbenzol (HCB) behaftet sind. Das Umweltbundesamt war der Auffassung, dass eine längerfristige Lagerung der Chemikalien in Australien ein wesentlich größeres Umweltrisiko wäre als die Verbrennung in einer modernen Sonderverbrennungsanlage in Deutschland. „Wir sind hierzulande weltweit führend, was unsere Technologie und unsere Kompetenz im Umgang mit gefährlichen Abfällen anbelangt“, sagte Harmening. Der BDE begrüßt es, wenn diese Abfälle mit der bestmöglichen Technik und unter den höchsten Umweltschutzauflagen aufbereitet oder entsorgt werden. Gerade für die Beseitigung gefährlicher Stoffe verfügt die deutsche Entsorgungswirtschaft über Anlagen, die mit optimaler Verbrennung und bester Filtertechnik arbeiten.

Das Argument des weiten Transports ist nach Ansicht des BDE nicht nachvollziehbar. Dann dürfe auch keine Steinkohle aus Australien zur Verbrennung nach Deutschland gebracht werden, sagte Harmening. Der BDE-Hauptgeschäftsführer wies darauf hin, dass die Luftreinhaltevorschriften für Abfallverbrennung in Deutschland wesentlich strenger seien als etwa für die Verbrennung von Kohle. Globale Weltwirtschaft bedeute weltweite Arbeitsteilung - auch bei der Abfallentsorgung. „Wer es am besten kann, soll es machen“, sagte Harmening.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (BDE) Gerd Henghuber, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Behrenstr. 29, 10117 Berlin Telefon: (030) 5900335-0, Telefax: (030) 5900335-99

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