Ökologische Aufwertung der Gewässer durch die Verbesserung der Durchgängigkeit / DWA unterstützt Rückbau von Querbauwerken und das Anlegen von "Fischtreppen"
(Gera/Hennef) - Flüsse und Bäche prägen das Bild von Tälern und Landschaften. Dabei haben sie als "Lebensadern" wichtige ökologische Funktionen. So transportieren sie nicht nur das Wasser talwärts, sondern sie sind gleichzeitig Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) widmet sich diesem wichtigen ökologischen Thema auf ihrer Bundestagung und Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen am 21. Juni 2007 in Gera. Neben der notwendigen öffentlichen und privaten Nutzung der Gewässer ist aus Sicht der Vereinigung sicherzustellen, dass die ökologischen Funktionen der Flüsse, Bäche und Seen erhalten bleiben bzw. entsprechend der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie wiederhergestellt werden. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei die Verbesserung der Durchgängigkeit der Gewässer für Fische und Kleinlebewesen. Während der Tagung in Gera widmet sich ein Themenschwerpunkt speziell dieser Thematik.
Vielfache Nutzungsinteressen versus Umweltverträglichkeit
Die Nutzungsinteressen an der Ressource Wasser sind vielfältig. Sie reichen vom Baden und Fischen über die Energieerzeugung und die Wasserversorgung bis hin zum Gewässer als Verkehrsweg. Gleichzeitig sind die ökologischen Funktionen der Gewässer zu berücksichtigen, und auch der Schutz des Menschen vor Hochwasser darf natürlich nicht vergessen werden. Diese vielfältigen Interessen gegeneinander auszugleichen, ist eine der Hauptaufgaben einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Wasserwirtschaft. Das Ziel ist eine umweltverträgliche Nutzung der Gewässer, die damit gleichzeitig dem in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie formulierten Ziel des guten Zustandes aller Gewässer gerecht wird.
Verbesserung der Durchgängigkeit als wichtige Voraussetzung für eine ökologische Aufwertung der Gewässer
Ein aktueller Schwerpunkt dieser Bestrebungen ist die Verbesserung der Durchgängigkeit der Gewässer für Fische und Kleinlebewesen sowie eine dadurch erfolgende ökologische Aufwertung. Durchgängigkeit bedeutet, dass diese Lebewesen auch dort, wo der Mensch durch Querbauwerke (Wehre, Sohlenabstürze u. a.) den Fluss verbaut hat, wieder stromauf- und -abwärts wandern können. Das wird z. B. durch den Rückbau solcher Querbauwerke oder durch das Anlegen sogenannten "Fischtreppen" parallel zu den Querbauwerken erreicht.
Tagungsschwerpunkt zur Durchgängigkeit von Fließgewässern
Während der Bundestagung und Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen befasst sich der Themenblock "Durchgängigkeit und ökologische Aufwertung von Fließgewässern" konkret mit der Verbesserung und Vernetzung aquatischer Lebensräume, fischfaunistischen Referenzen und Vorranggewässern in Thüringen sowie dem Thema Gewässerunterhaltung und Naturschutz. Am Beispiel der Unstrut im Bereich Roßleben wird der Wiederanschluss von Altarmen an ein Fließgewässer aufgezeigt sowie Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung des Hofwiesenparkes in Gera vorgestellt.
Quelle und Kontaktadresse:
DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
Dr. Frank Bringewski, Pressereferent
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Telefon: (02242) 8720, Telefax: (02242) 872135
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