Oldies sind Goldies: Junge Unternehmer schätzen ältere Arbeitnehmer / Umfrage des Bundesverbandes Junger Unternehmer (BJU) ergab: Über 70 Prozent haben keine Vorbehalte, ältere Mitarbeiter einzustellen
(Berlin) - Junge Unternehmer haben keine Vorbehalte, über 50jährige Arbeitnehmer einzustellen. Auch sind die jungen Chefs überzeugt, dass ältere Arbeitnehmer genauso viel leisten wie jüngere und ihr Erfahrungsschatz von großem Wert für ein Unternehmen ist. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Junger Unternehmer (BJU), die im Dezember und Januar unter den Mitgliedern des Verbandes durchgeführt wurde. Anders als die Großkonzerne frönen junge mittelständische Unternehmer offenbar nicht dem Jugendkult. Wir wissen: Oldies sind Goldies und alte Wölfe beißen gut. Das ist auch kein Wunder: Wer als Nachfolger in ein Familienunternehmen einsteigt, hat von jungen Jahren an die Qualitäten älterer Arbeitnehmer schätzen gelernt. Aber auch Existenzgründer schätzen die Erfahrung des Alters, so die BJU-Bundesvorsitzende Karoline Beck.
44,5 Prozent der befragten jungen Firmenchefs sind der Ansicht, dass ältere Arbeitnehmer genauso viel leisten wie Jüngere. 38,7 Prozent haben die Erfahrung gemacht, dass über 50jährige Mitarbeiter quantitativ weniger leisten, dafür aber über einen wertvolleren Erfahrungsschatz verfügen. Nur 12,3 Prozent der Befragten gehen von einer geringeren Leistung älterer Arbeitnehmer aus, 4,5 Prozent finden, dass Ältere sogar mehr leisten. Dementsprechend haben 70,3 Prozent der jungen Unternehmer keine Vorbehalte, über 50jährige Mitarbeiter einzustellen. 22,9 Prozent haben Vorbehalte aufgrund der Gehaltsstrukturen älterer Arbeitnehmer, und nur 6,8 Prozent der Unternehmer würden keine Älteren einstellen, da sie nicht von ihrer Leistung überzeugt sind. Dabei sind 55,3 Prozent der Befragten Nachfolger in einem Familienunternehmen, 39,4 Prozent Gründer und 5,3 Prozent MBO/MBI. 61,1 Prozent der Firmenchefs beschäftigen bis zu 5 über 50jährige Arbeitnehmer in ihren Unternehmen, 17,5 Prozent bis 10, 11,9 Prozent bis 20 und 9,5 Prozent haben 20 und mehr ältere Arbeitnehmern in ihren Firmen eingesetzt.
Junge Unternehmer zeigen jeden Tag, dass der Generationenvertrag steht. Auch verleitet eine Lockerung des Kündigungsschutzes Unternehmer nicht zwangsläufig zu Massenkündigungen. Ganz im Gegenteil: Auf die Erfahrung älterer Arbeitnehmer können und wollen Unternehmer nicht verzichten, so die BJU-Vorsitzende. Nach Ansicht des Verbandes belegt die Umfrage aber auch, dass das Hauptproblem bei der Einstellung älterer Arbeitnehmer die relativ hohe Gehaltsstruktur ist.
Die BJU-Konjunkturumfrage wurde im Dezember und Januar von 320 Mitgliedern des Verbandes beantwortet.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Junger Unternehmer der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (BJU)
Nina Massek, Pressesprecherin
Reichsstr. 17, 14052 Berlin
Telefon: (030) 300650, Telefax: (030) 30065-490
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