Pressemitteilung | DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
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Optimaler Gewässerschutz zu angemessenen Kosten / Erfahrungsaustausch der Großstädte in Mannheim

(Hennef) - Am 15. und 16. Mai 2006 treffen sich die für die Abwasserentsorgung verantwortlichen Experten der Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern auf Einladung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung Mannheim zum Erfahrungsaustausch der Großstädte. Dieser wird bereits zum 42. Mal von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) veranstaltet. Neben den Vertretern der bundesdeutschen Großstädte werden auch Verantwortliche aus den Großstädten der europäischen Nachbarländer teilnehmen. Gemeinsames Ziel der Experten ist es, ein Optimum an Gewässerschutz kostengünstig zu erzielen. Schwerpunkte der Tagung sind der Zustand der priva-ten Grundstücksentwässerung, die Kanalsanierung sowie die Entwicklung der Abwassergebühren.

Blackbox "Grundstücksentwässerungsleitungen"

Ein besonderer Fokus der Teilnehmer des Erfahrungsaustausches richtet sich in diesem Jahr auf die privaten Hausanschlussleitungen. "Nach Schätzung auf Basis einer DWA-Umfrage liegt der Umfang des privaten Leitungsnetzes ungefähr beim Doppelten der öffentlichen Kanalisation", so Johannes Lohaus, Geschäftsführer der DWA. Eine regelmäßige Reinigung, Inspektion oder Wartung der privaten Grundleitungen ist allerdings nur selten gegeben. "Aus einzelnen Untersuchungen wissen wir, dass hier ein enormer Sanierungsbedarf besteht", folgert Lohaus.

Kriterien der Kanalsanierung

Ein weiteres Schwerpunktthema wird die Kanalsanierung darstellen. "Speziell die Frage, nach welchen Kriterien der Sanierungserfolg nachzuweisen ist, beschäftigt die Teilnehmer der Runde", so Martin Stahl, Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim. Stahl, der die Tagung leitet, wird die Vorgehensweise am Beispiel der Stadt Mannheim erläutern.

Abwassergebührenentwicklung

Ein Thema, das derzeit viele Betreiber von Abwasseranlagen beschäftigt, betrifft die rückläufigen Gebühreneinnahmen aus der Abwasserentsorgung. Hierzu wird während des Treffens ein eigener Workshop stattfinden, auf dem neue Gebührenmodelle vorgestellt und diskutiert werden. Vielerorts haben wassersparende Maßnahmen der Bürger und der allgemein zurückgehende Wasserverbrauch bei Industrie und Gewerbe zu einem Einbruch der Einnahmen aus den Abwassergebühren geführt. Demgegenüber sind die tatsächlichen Kosten der Abwasserentsorgung jedoch nicht gesunken. Nahezu 70 Prozent der Kosten sind nicht beeinflussbar. Sie sind durch Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen für das Investitionsgut "Abwasseranlage" sowie durch Personal- und Unterhaltungskosten fix. Im schlimmsten Fall können durch den verminderten Spüleffekt infolge des reduzierten Abwasseraufkommens sogar ein zusätzlicher Reinigungsaufwand und Mehrkosten verursacht werden. In vielen Städten wurden daher bereits Grundgebühren zur Finanzierung der Stadtentwässerung eingeführt.

Quelle und Kontaktadresse:
DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Dr. Frank Bringewski, Pressereferent Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Telefon: (02242) 8720, Telefax: (02242) 872135

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