Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Anzeige

Ost-Ausschuss: Deutsche Mittelständler zieht es nach Russland / Neue Perspektiven der deutsch-russischen Mittelstandskooperation

(Berlin) - „Die Teilnahme von mehr als 500 deutschen und russischen mittelständischen Unternehmern an der heutigen 2. Deutsch-Russischen Mittelstandskonferenz in Moskau zeigt die wachsende Bedeutung der industriellen Kooperation zwischen Deutschland und Russland, die immer stärker auch vom Mittelstand getragen wird.“ Das sagte Klaus Mangold, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Allein aus Deutschland reisten fast 200 Geschäftsleute zur Konferenz an. Insbesondere die Bereiche Elektrotechnik, Energiemaschinenbau, Bauindustrie und Agrarwirtschaft seien viel versprechende Branchen für neue Projekte und Kooperationen, wie die Agenda der Rundtischgespräche zeige.

„Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen ist Aufgabe einer aktiven Mittelstandspolitik in Russland und in Deutschland und Voraussetzung für eine nachhaltige Wirtschaftskooperation zwischen beiden Ländern“, so Mangold. „Dass der russische Wirtschaftsministers German Gref und der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Schauerte an der Konferenz teilnehmen, macht deutlich, welchen Stellenwert dieses Thema auf der politischen Agenda hat. Die russische Regierung hat in den letzten Jahren ein ganzes Paket von Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Mittelstand in die Wege geleitet“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende. So seien für Mittelständler die Anzahl der benötigten Genehmigungen und Lizenzen drastisch reduziert, die Kontrollen erleichtert und das Steuersystem vereinfacht worden. Der russische Wirtschaftsminister Gref kündigte im Rahmen der Konferenz für das Jahr 2007 ein Gesetz zur weiteren Entwicklung des russischen Mittelstandsektors an. So seien unter anderem Regelungen zur vereinfachten Vermittlung von Bankkrediten und zur Beteiligung an natürlichen Monopolen, insbesondere im Energiebereich geplant. Schauerte wies insbesondere auf die Notwendigkeit der Finanzierung ausländischer Investoren durch russische Banken hin. Er empfahl den Ansatz der KfW in Deutschland, deren Finanzierungsangebot auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten sei, auch in Russland umzusetzen.

„Die Wirtschaftsbeziehungen werden besonders von der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen geprägt. Deshalb sind auch die Dienstleistungen des Ost-Ausschusses auf die Förderung und Unterstützung mittelständischer Unternehmen zugeschnitten“, betonte Mangold. Dazu gehöre die im Herbst 2004 begonnene Reihe von Mittelstandskonferenzen in Deutschland und Russland, die die Vereinfachung und Förderung des Engagements mittelständischer Unternehmen in Russland zum Ziel haben. So habe es in der Vergangenheit eine ganze Reihe deutscher Beratungsprojekte zum Aufbau von Mikrofinanzierungsinstitutionen und KMU-Banken, zum Aufbau von Technologieparks und Business-Inkubatoren sowie Marketing und Messebeteiligungen gegeben. Der Ost-Ausschuss begrüße die Fortführung der Kreditlinie der KfW für russische klein- und mittelständische Unternehmen, erklärte Mangold.

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Thomas Hüne, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige