Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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Ost-Ausschuss: Handel mit Mittel- und Osteuropa 2006 auf Rekordniveau / Deutsche Unternehmen setzen auf mittel- und osteuropäische Märkte

(Berlin) - Der deutsche Handel mit Mittel- und Osteuropa hat im Jahr 2006 mit über 244,6 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau erreicht. Rund 15 Prozent des gesamten deutschen Handelsumsatzes entfallen damit auf Mittel- und Osteuropa. Im Vergleich dazu betrug der Handelsumsatz mit den USA 7,8 Prozent (126,5 Milliarden Euro) und China 4,7 Prozent (76,2 Milliarden Euro). Der deutsche Handelsumsatz mit den Ländern Mittel- und Osteuropas stieg im letzten Jahr mit 24 Prozent stärker als der Handel mit China (+22,9 Prozent), den USA (knapp 14 Prozent und Westeuropa (+12,3 Prozent).

Russland konnte den ersten Platz im deutschen Handel mit Mittel- und Osteuropa weiter ausbauen. Bei einem Gesamtumsatz von 53,6 Milliarden Euro stiegen sowohl die deutschen Einfuhren aus Russland (30,2 Milliarden Euro) als auch die deutschen Ausfuhren nach Russland (23,4 Milliarden Euro) um über 35 Prozent. Bei den Einfuhren aus Russland dominierten weiterhin Erdöl und Erdgas sowie Rohstoffe, bei den deutschen Ausfuhren lagen Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie chemische Erzeugnisse vorn. Der hohe Anteil der Investitionsgüter an den deutschen Ausfuhren ist ein deutliches Zeichen, dass die Modernisierung der russischen Wirtschaft an Fahrt gewinnt. Der Ost-Ausschuss unterstützt diesen Prozess unter anderem durch eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Verband der Automobilindustrie für die Kraftfahrzeugzulieferindustrie am 7. Mai 2007 in Frankfurt am Main sowie der deutsch-russischen Mittelstandskonferenz in der zweiten Jahreshälfte in Deutschland. Der Ost-Ausschuss geht davon aus, dass die bilateralen Handelsbeziehungen auch in diesem Jahr wachsen werden und eine neue Rekordmarke um 55 Milliarden Euro erreicht wird.

Von hoher Dynamik war auch das Handelswachstum mit den neuen EU-Beitrittsländern Rumänien (+ 31,3 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro) und Bulgarien (+ 24,1 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro) gekennzeichnet. Auch die Ukraine (+32,6 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro) und Zentralasien, hier vor allem Kasachstan (+31,8 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro), konnten überdurchschnittliche Steigerungsraten im Handel mit Deutschland verzeichnen. Der Ost-Ausschuss engagiert sich in diesen Ländern unter anderem mit Delegationsreisen nach Rumänien und Bulgarien und Gesprächen mit dem kasachischen Präsidenten Nasarbajew sowie dem ukrainischen Ministerpräsidenten Janukowitsch. Ziel ist es, neben der weiteren Intensivierung der Handelsbeziehungen auch das Engagement der deutschen Wirtschaft vor Ort weiter auszubauen.

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Petra Ganser, Presse und Kommunikation Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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