Pressemitteilung | ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
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Ostdeutsche Industrie: Enormes Investitionswachstum

(München) - Nach den aktuellen Ergebnissen des ifo Investitionstests neue Bundesländer wollen die Unternehmen des ostdeutschen verarbeitenden Gewerbes im laufenden Jahr etwa 8,6 Mrd. EUR in neue Bauten und Ausrüstungsgüter investieren. Das entspricht - im Vergleich zum letzten Jahr - einem Anstieg von 5 Prozent.

Für das Jahr 2006 ergeben die Meldungen der Erhebungsteilnehmer einen steilen Anstieg der Investitionen von 20,5 Prozent. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,4 Mrd. EUR auf 8,2 Mrd. EUR. Zu diesem enormen Plus trugen vor allem die extremen Investitionsentwicklungen in der Elektrotechnischen und der Chemischen Industrie bei: Durch den gut 40 prozentigen Anstieg um mehr als eine halbe Mrd. EUR vergrößert die Elektrotechnische Industrie den Abstand zur nachfolgenden Branche erheblich, allein die Investitionen dieses Wirtschaftszweiges erreichen ein Viertel des Gesamtvolumens im verarbeitenden Gewerbe. Die zweite Position nimmt im Jahr 2006 - durch einen Investitionsanstieg um fast 70 Prozent oder um knapp eine halbe Mrd. EUR - die Chemische Industrie ein. Damit wurden etwa 40 Prozent der gesamten Investitionen des ostdeutschen verarbeitenden Gewerbes 2006 allein in diesen beiden Branchen getätigt.

"Im vergangenen Jahr haben konjunkturell ausgelöste Investitionen an Bedeutung gewonnen", erläutert ifo-Mitarbeiter Peter Jäckel, "aber die außerordentlich hohe Gesamtzuwachsrate 2006 konnte nur erreicht werden, weil insbesondere im Bereich Elektrotechnik über weitergeführte oder neu initiierte strategische Investitionsvorhaben große zusätzliche Volumina bewegt wurden." Seiner Einschätzung nach werden der weitere Standortaufbau und neue Großprojekte aus den Bereichen Elektronik und Solar für das laufende Jahr zu einem neuen Rekordvolumen der Investitionstätigkeit der ostdeutschen Elektrotechnischen Industrie führen.

Der ifo Investitionstest neue Bundesländer wertet zweimal im Jahr die Meldungen von derzeit mehr als 1200 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes aus. Die Angaben stammen aus allen Branchen und Größenklassen. Die teilnehmenden Firmen der aktuellen Umfrage repräsentieren mehr als ein Viertel der Beschäftigten der ostdeutschen Industrie, an den Investitionen gemessen liegt die Repräsentation bei etwas über der Hälfte.

Quelle und Kontaktadresse:
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Pressestelle Poschingerstr. 5, 81679 München Telefon: (089) 92240, Telefax: (089) 985369

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