Pressemitteilung | Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB)

Parteien stellen Wahlprogramme vor / VDAB: Klare Konzepte für die Pflege fehlen!

(Essen) - Die zukünftige Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme bestimmt die jüngst verabschiedeten Wahlprogramme von SPD, Union und Grüne. Die SPD will zur Sanierung der Pflegeversicherung die klassische Trennung von gesetzlichen und privaten Kassen aufheben und eine Pflege-Bürgerversicherung aufbauen. Die Grünen setzen ebenfalls auf eine Bürgerversicherung im Pflegesektor, wollen jedoch zusätzlich eine ergänzende kapitalgedeckte Vorsorge aufbauen. CDU und CSU wollen noch in dieser Legislaturperiode mit der Einführung einer Kapitaldeckung beginnen. Die FDP setzt auf eine Pflicht zur privaten Absicherung und will die Finanzierung mit einem kapitalgedeckten Modell sicherstellen.

SPD und Grüne beabsichtigen die seit Einführung der Pflegeversicherung unveränderten Leistungssätze unter Beachtung der Preisentwicklung anzupassen und die Leistungen der ambulanten Pflege und insbesondere für Demenzkranke zu verbessern. Auch die Union räumt der häuslichen Pflege Vorrang vor der stationären Pflege ein. Wie „Pflege Intern“ (Vincentz Network Berlin) meldet, erstrecken sich die zentralen Pflegereformschritte der Liberalen ebenfalls auf eine Dynamisierung der Leistungen, eine stärkere Berücksichtigung des besonderen pflegerischen Bedarfs Demenzkranker sowie die Stärkung der Pflege im häuslichen Bereich. „Wir unterstützen die Bemühungen der Parteien, die Pflegeversicherung finanziell zu stabilisieren“, betont Michael Schulz, Bundesgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB). „In den Wahlprogrammen finden sich jedoch keine klaren Konzepte für eine strukturelle detaillierte Reform der Pflegeversicherung.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) Nicole Meermann, Pressereferentin Im Teelbruch 132, 45219 Essen Telefon: 02054/9578-0, Telefax: 02054/9578-40

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