Partnerschaft mit Afrika: EU muss weiter verhandeln
(Berlin) - Die Verhandlungen mit den afrikanischen Ländern über den Abschluss eines neuen Handelsabkommens müssen wieder aufgenommen werden. Dazu fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die europäischen Staats- und Regierungschefs anlässlich des EU-Gipfels am 14. Dezember in Brüssel auf.
Ein ersatzloses Auslaufen des Cotonou-Abkommens Ende 2007 wäre die schlechteste Lösung. Es würde für die afrikanischen Partnerländer den Verlust eines zoll- und quotenfreien Zugangs auf die Märkte der Europäischen Union bedeuten. Die Folgen wären sinkende Exporterlöse und entsprechend negative Auswirkungen auf die nationalen Arbeitsmärkte. Stattdessen muss der EU-Gipfel ein Zeichen des Vertrauens für die Weiterentwicklung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit beider Kontinente setzen. Daher plädiert der DIHK für eine Fortsetzung der auf dem EU-Afrika-Gipfel in Lissabon abgebrochenen Gespräche.
Das neue Handelsabkommen muss für beide Partnerregionen in gleicher Weise vorteilhaft sein. Dazu können lange Anpassungsfristen für die afrikanischen Länder an die neuen Tarife ebenso beitragen wie ein Schutz von sensiblen Produkten und Industrien. So bleiben die Länder zeitlich befristet vor internationalem Wettbewerb geschützt und können sich ungehindert entwickeln. Die afrikanischen Partner müssen im Gegenzug ihre Märkte für europäische Exporte weiter öffnen und die Bedingungen für Investitionen aus der EU verbessern.
Der DIHK sieht diese Ziele als Teil einer umfassenden Zusammenarbeit der beiden Staatengruppen in den Bereichen Entwicklungshilfe, Handel und politische Kooperation. Nur so lässt sich auch eine Verbesserung der Menschenrechtsbedingungen herbeiführen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Ute Brüssel, Pressesprecherin
Breite Str. 29, 10178 Berlin
Telefon: (030) 203080, Telefax: (030) 203081000
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