Pressemitteilung | SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V.
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Patienten sind bereit, für medizinische Hilfsmittel zu bezahlen / SPECTARIS präsentiert Studie zur Zahlungsbereitschaft von Patienten für medizinische Hilfsmittel

(Berlin) - Bis zu zwei Drittel der Patienten und Behinderten sind bei einfachen medizinischen Hilfsmitteln bereit, 50 Prozent oder mehr auf ein Standardprodukt aufzuzahlen. Wichtige Kriterien für die Auswahl der Hilfsmittel sind dabei Funktionalität und Service. Der Preis spielt eine eher untergeordnete Rolle. 66 Prozent der Sanitätsfachhändler erwarten, dass der Anteil der Selbst- bzw. Aufzahler in den kommenden 2 bis 5 Jahren deutlich steigen wird. Dies sind die Ergebnisse einer Studie zur Zuzahlungsbereitschaft von Patienten, die gestern (7. April 2008) auf dem Hilfsmittelforum des Industrieverbandes SPECTARIS in Berlin veröffentlicht wurden.

"Die Ergebnisse der Studie spiegeln unsere Erwartungen vollends wieder. Qualität, die natürlich nicht zu Niedrigpreisen zu bekommen ist, wird von den Patienten und Behinderten eingefordert. Auch wenn diese selbst bezahlt werden muss", so Jan Wolter, Leiter des Bereichs Medizinische Hilfsmittel bei SPECTARIS. Damit diese Qualität gewährleistet wird, setze sich SPECATRIS mit dem Qualitätsverbund Hilfsmittel e.V. (QVH) auch für die Einführung eines Qualitätssiegels ein, das die Serviceleistung rund um das Hilfsmittel überwache.

Der Sanitätsfachhandel hat laut Studie als erste Anlaufstelle durch das traditionelle Produktsortiment mit Hinblick auf das Rezeptgeschäft noch die Nase vorn. Der Handel sieht durch die Umfrage seinen Handlungsbedarf in Richtung noch intensiverer fachlicher Beratung, Zusatzangeboten und weiterer Spezialisierung bestätigt. Andere Vertriebsformen, wie beispielsweise der Discounter, der Lebensmitteleinzelhandel oder der Onlinevertrieb holen jedoch in den Produktsegmenten mit einer geringen Beratungsintensität bei hoher Endkundenfrequenz und zusätzlichen Preisangeboten auf. Die Hersteller reagieren unterschiedlich auf diese Entwicklungen. Neben einer veränderten Produktpolitik in der Teilung in einen eher niedrigpreisigen Massenmarkt oder einen margenattraktiveren Spezialmarkt im Premiumsegment, soll der klassische Sanitätsfachhandel in seiner Kernkompetenz als regionaler Gesundheits-Spezialist und Know-how-Träger in den betrachteten Versorgungsbereichen gestärkt werden. Auf der anderen Seite werden einige Hersteller verstärkt in den Markenaufbau und das Image in Blickrichtung auf den Endkunden investieren, um den Unwägbarkeiten der Gesundheitsgesetzgebung vorzugreifen.

Die Gemeinschaftsstudie von SPECTARIS und der Unternehmensberatungsgruppe sa.font untersucht wie die einzelnen Marktteilnehmer im Hilfsmittelbereich den Privatmarkt für sich entwickeln können. Mögliche Handlungsoptionen für die zukünftige Positionierung im Markt wurden dabei beispielhaft anhand der Produktgruppen Krankenfahrzeuge (PG 18) und Inhalations- und Atemtherapiegeräte (PG 14) dargestellt.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS) Pressestelle Saarbrücker Str. 38, 10405 Berlin Telefon: (030) 414021-0, Telefax: (030) 414021-33

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