Pressemitteilung | DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

Perspektiven für Schulabgänger ohne Abschluss schaffen / Gerster und Braun für mehr zweijährige Ausbildungsgänge und Praktika

(Berlin) - Schulabgängern ohne Schulabschluss oder mit sehr schwachen Abschlussnoten sollten frühzeitig berufliche Alternativen angeboten und Perspektiven eröffnet werden.

Dies erklärten Florian Gerster, Vorstandsvorsitzender der Bundesanstalt für Arbeit, und Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei einem Gespräch vergangene Woche in Berlin.

Ein wichtiger Fortschritt wäre es nach Darstellung von Gerster und Braun, wenn es für diese Klientel eine ausreichende Zahl von Berufen in Industrie und im Dienstleistungssektor gäbe, die die Jugendlichen in zweijährigen Ausbildungsgängen qualifizierten. Für Jugendliche ohne Ausbildungsreife sei dagegen der Einstieg über betriebliche Praktika und Berufsausbildungsvorbereitungen sinnvoll.

Es gebe zahlreiche gute Beispiele, die bundesweit ausgebaut werden sollten. Es sei notwendig, schon in diesem Jahr konsequent damit zu beginnen. Für das Jahr 2004 solle breit dafür geworben werden. Betriebe und öffentlichen Arbeitgeber könnten einen nennenswerten Beitrag leisten.

Weiter sei die Ansprache der ausländischen Unternehmer zu forcieren. Die Aktivitäten der IHKs und Arbeitsämter zur Gewinnung von Lehrstellen sollten deshalb verstärkt werden. Die Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung sei hierbei hilfreich.

Beide Seiten bewerteten die Einführung der Bildungsgutscheine positiv, da sich damit Arbeitslose je nach persönlicher Eignung und Bedarf des Arbeitsmarktes gezielter qualifizieren könnten. Braun mahnte, ihre Einlösung zügig auf den Weg zu bringen. Er appellierte an die Bundesregierung, die notwendigen Regelungen für die Zertifizierung von Bildungsträgern und Bildungsmaßnahmen dringend zu schaffen.

Florian Gerster und Ludwig Georg Braun begrüßten, dass die Selbstverantwortung der Arbeitslosen mit dem Bildungsgutschein gestärkt werde. Letztlich würde über den Wettbewerb der Bildungsträger eine bedarfsgerechte Qualifizierung der Arbeitslosen besser erreicht als bisher.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: 030/203080, Telefax: 030/203081000

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