Peters begrüßt Vorschlag von Bundeskanzler Schröder zur Spekulationssteuer
(Frankfurt am Main) - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, hat den Vorschlag von Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßt, Steuern auf Devisen- und Spekulationsgeschäfte zu erheben, um die Hilfen für arme Länder zu verstärken. "Es ist der richtige Weg, diejenigen, die mit ihrem Casinokapitalismus mitverantwortlich für das Elend in der Welt sind, massiv an der längst überfälligen Entwicklungshilfe zu beteiligen", sagte Peters am 31. Januar in Frankfurt. Die Bundesregierung habe in dieser Frage die volle Unterstützung der Gewerkschaften in Deutschland. "Angesichts der Unsummen, die täglich zu Spekulationszwecken um die Börsen des Globus gejagt werden, würde schon eine Besteuerung im Promillebereich Milliardensummen ergeben, die man in den armen Ländern investieren könnte."
Peters warnte Kritiker insbesondere aus der Opposition davor, bürokratische Hemmnisse oder mögliche Probleme der Umsetzung eines solchen Vorhabens in den Vordergrund zu stellen. "Wenn Reiche und Spekulanten sich an der Finanzierung der Gesellschaft beteiligen sollen, dann findet die Opposition immer wieder Argumente, warum das nicht geht", sagte Peters. Wenn es um die Belastung von Arbeitnehmern gehe, dann sei ihre Phantasie hingegen grenzenlos. Peters forderte die Bundesregierung auf, ihren Weg in dieser Frage unbeirrt zu beschreiten, und mit anderen Regierungen für eine zügige Lösung zu sorgen.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IGM)
Lyoner Str. 32, 60528 Frankfurt
Telefon: 069/6693-0, Telefax: 069/6693-2843
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