Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall Vorstand

Peters: DIHK-Forderung nach Kürzung der Lohnfortzahlung dreist und perfide

(Frankfurt/Main) - Die IG Metall hat die Forderung des DIHK-Präsidenten Ludwig Georg Braun, wonach kranke Arbeitnehmer künftig die ersten beiden Krankheitstage auf ihren Lohn verzichten sollen, scharf zurückgewiesen.

"Dass jetzt auch kranke Menschen zur Entlastung der Unternehmer herangezogen werden sollen, ist dreist und perfide", sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, am Freitag in Frankfurt. "Braun hat offenbar jedes Gefühl für Anstand verloren". Seine jüngsten Forderungen zielten darauf, die Arbeitnehmer zu entrechten und schrittweise zurück ins 19. Jahrhundert zu katapultieren. Der DIHK-Präsident hatte vor kurzem außerdem gefordert die Ausbildungsvergütungen zu kürzen. "Braun arbeitet daran, seine Seriosität zu verlieren", sagte Peters.

Der IG Metall-Vorsitzende forderte die Arbeitgeber stattdessen auf, mit den Gewerkschaften ein Programm "Prävention in der Arbeitswelt" aufzulegen, um insbesondere arbeitsbedingte Krankheiten zu vermeiden. "Die Kosten, die auch den Unternehmen durch arbeitsbedingte Krankheiten entstehen, belaufen sich auf mehr als 28 Mrd. Euro", sagte Peters. Durch ein solches Programm könnten Krankheiten vermieden, die Motivation der Mitarbeiter erhöht und die Kosten entschieden gesenkt werden. "Wenn Herr Braun Eigeninitiative zeigen will, dann hat er hier ein großes Feld, wo er das beweisen kann", sagte Peters. "Daran würde die IG Metall mitarbeiten."

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IGM) Lyoner Str. 32, 60528 Frankfurt Telefon: 069/6693-0, Telefax: 069/6693-2843

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