Peters: Investivlohn ist ein alter Ladenhüter
(Frankfurt) - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, steht Plänen der Bundesregierung zur Einführung eines Investivlohns skeptisch gegenüber. Der Investivlohn ist ein alter Ladenhüter, der nicht dadurch besser wird, dass ihn die Große Koalition wieder auf die politische Tagesordnung gesetzt hat, sagte Peters am Montag (4. Dezember 2006) in Frankfurt. Beim Investivlohn müssten Arbeitnehmer ein doppeltes Risiko tragen. Neben dem Risiko des Arbeitsplatzverlustes käme jetzt auch ein Kapitalrisiko hinzu, kritisierte Peters. Ich sehe nicht, welche Vorteile die Einführung des Investivlohns für die Arbeitnehmer haben sollte.
Die gut laufende Konjunktur und die brummenden Gewinne seien für jedermann sichtbar sagte der IG Metall-Vorsitzende. Es sei deshalb gut nachvollziehbar, dass es eine breite Zustimmung für die Notwendigkeit steigender Löhne und Gehälter gebe. Ich hoffe, dass die Arbeitgeber im Frühjahr ihren Worten auch Taten folgen lassen, sagte Peters mit Blick auf die Äußerungen von Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser, der höhere Einkommen in Aussicht gestellt hat. Bislang haben sich die Arbeitgeber aber immer verweigert wenn es darum ging, die Arbeitnehmer am gemeinsam Erwirtschafteten zu beteiligen. Die IG Metall wird ihre Forderung für die kommende Tarifbewegung im Februar aufstellen.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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