Peters: Kombilöhne sind arbeitsmarktpolitisches Placebo und schädlich für öffentliche Kassen
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat Überlegungen der Bundesregierung zur Einführung von Kombilöhnen eine klare Absage erteilt. Mit Blick auf die Anzahl der Arbeitsplätze würden sich Kombilöhne als arbeitsmarktpolitisches Placebo erweisen, mit Blick auf die öffentlichen Kassen hätten sie jedoch erhebliche negative Nebenwirkungen, sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, am Freitag (6. Januar 2006) in Frankfurt. Kombilöhne würden nicht zur Schaffung neuer, sondern vor allem zur milliardenschweren Subventionierung vorhandener Arbeitsplätze führen. Kombilöhne provozieren geradezu Mitnahmeeffekte durch die Unternehmen. Damit wären ausufernden Zuschüssen für die Wirtschaft auf Kosten der Beitrags- und Steuerzahler Tür und Tor geöffnet, befürchtet Peters.
Peters forderte die Bundesregierung auf, passgenaue Instrumente zu schaffen, um auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen gezielt zu unterstützen. Wer heute mit 55 seinen Job verliert, muss in dieser Gesellschaft wieder eine Chance auf Erwerbsarbeit haben, sagte der IG Metall-Vorsitzende. Dafür müsste die Bundesregierung Lösungen anbieten. Neben der generellen Förderung von Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum wären Modelle öffentlich geförderter Beschäftigung der richtige Weg. Wer Arbeitslosigkeit im Jahr 2006 spürbar senken will, muss auf eine Kombination aus Nachfragestärkung und öffentlich geförderter Beschäftigung setzen, betonte Peters. Der Koalitionsvertrag enthalte hier durchaus Anknüpfungspunkte, die es offensiv zu nutzen gelte.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
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