Peters kündigt intensive Debatte gegen neoliberale Meinungsführerschaft an
(Frankfurt am Main) - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, hat angekündigt, über Multiplikatoren eine bundesweite öffentliche Debatte gegen neoliberale Politikmodelle zu starten. Wir brauchen eine Debatte, die den Wert von Tarifautonomie, Kündigungsschutz und solidarischen Sozialsystemen für den Wirtschaftsstandort und die Gesellschaft hervorhebt, sagte Peters am Freitag im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel. Die IG Metall werde damit ihren Kampf gegen den neoliberalen Mainstream auf der Grundlage des von ihr begonnenen Arbeitnehmerbegehrens fortsetzen, sagte Peters vor rund 200 gewerkschaftlichen Referenten, Vertrauensleuten und Betriebsräten.
Dieser Debatte gegen neoliberale Meinungsführerschaft, die die Multiplikatoren der IG Metall in die Betriebe und Verwaltungen tragen sollen, komme gerade jetzt im Zusammenhang mit der Tarifrunde 2006 in der Metall- und Elektroindustrie besondere Bedeutung zu, sagte Peters. Vorbereitet wurde die Kampagne durch ein flächendeckendes Qualifizierungsprogramm von mehreren hundert Multiplikatoren, an denen auch Kirchen und Nichtregierungsorganisationen wie attac beteiligt waren. Zielsetzung ihrer Arbeit ist die Aufklärung über Neoliberalismus und die Vermittlung von Alternativen zu Sozialabbau und Eingriffen in Arbeitnehmerrechte.
Das Fundament des Neoliberalismus ist brüchig, sagte Peters. Schrittweise etabliere sich eine kritische Gegenöffentlichkeit, die den propagierten Marktfundamentalismus ablehne. Im Kampf um die Meinung der Menschen forderte Peters die Multiplikatoren auf, sich den strategischen Vorteil der Gewerkschaften zunutze zu machen: Wir haben den direkten Kontakt zu den Menschen, wir kennen ihre Ängste und Sorgen. Peters appellierte an die eigenen Reihen, diese besondere Kompetenz selbstbewusst zu nutzen. Im täglichen Gespräch mit den Menschen gelte es, die gewerkschaftliche Vision einer solidarischen und gerechten Gesellschaft offensiv zu vertreten, denn Veränderung braucht Bewegung und Bewegung braucht Aufklärung, sagte Peters.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Pressestelle
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt
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