Peters: Metallunternehmen können Lohnerhöhungen gut verkraften
(Frankfurt am Main) - Die Metallunternehmen in Deutschland können nach Ansicht des Ersten Vorsitzenden der IG Metall, Jürgen Peters, Lohnerhöhungen im kommenden Jahr wirtschaftlich gut verkraften. Während Umsätze und Produktivität ständig steigen, sollen die Löhne sinken, das ist ein verheerendes Signal der Arbeitgeber für die kommenden Tarifgespräche, sagte Peters am Freitag (02. Dezember 2005) in Frankfurt. Er reagierte damit auf Äußerungen von Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser, wonach dieser sinkende Reallöhne nicht für ausgeschlossen hält. Lohnerhöhungen können die Unternehmen aus dem Erwirtschafteten gut bezahlen.
Kannegiesser wolle der Öffentlichkeit Sand in die Augen streuen, indem er die Lage der Metallunternehmen schlecht rede. Angesichts der wahren Entwicklung in den Unternehmen ist das scheinheilig, sagte Peters. Die Lohnstückkosten seien seit 1997 um über 10 Prozentpunkte gesunken. Die Produktivität werde auf hohem Niveau bleiben. Die Realeinkommen der Arbeitnehmer seien in den vergangenen zehn Jahren hingegen um 0,9 Prozent gesunken und Deutschland damit Schlusslicht in der EU.
Es wird Zeit, dass die Arbeitgeber erkennen, dass ihre Politik der Lohndrückerei mitverantwortlich ist für die Massenarbeitslosigkeit. Die Nein-Sager bei den Arbeitgebern würden eine Steigerung der Kaufkraft und damit den Aufschwung in Deutschland blockieren. Peters forderte die Arbeitgeber auf, ihre Rituale zu verlassen und in der kommenden Tarifrunde die Klagelieder ausnahmsweise einzustellen.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Pressestelle
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