Pflegereform muss kommunale Pflegeplanung und Nachbarschaftsnetzwerke stärken
(Berlin) - Anlässlich des Tags der Nachbarschaft am Freitag, 29.05.2026, unterstreicht Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), die Bedeutung ortsnaher Hilfenetzwerke und kommunaler Pflegeplanung für die Pflege der Zukunft.
„Viele Menschen sind bereit, in der Nachbarschaft zu helfen. Doch nicht immer finden sich das passende Angebot und die Nachfrage. Also braucht Nachbarschaftshilfe Koordination“, unterstrich Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), anlässlich des Tages der Nachbarschaft. „Nach unserer Erfahrung mit dem Aufbau von Nachbarschaftsnetzwerken sollten die Hilfsstrukturen möglichst wohnortnah und niederschwellig organisiert werden“, so Zurkuhlen. „Nachbarschaftshilfe ist ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Hilfenetzwerks, das eine selbstständige Lebensführung im eigenen Zuhause unterstützt und stabilisiert. Zudem können aktivierte Nachbarschaften mögliche Folgen aus sozialer Isolation abmildern", betonte Zurkuhlen.
„Mit Blick auf den Wunsch der meisten Menschen, im eigenen Umfeld versorgt zu werden, sollte Pflege der Zukunft in Caring Communities gestaltet werden. Hierzu müssen Nachbarschaftsnetzwerke sowie integrierte örtliche Versorgungsstrukturen im Rahmen der Pflegereform deutlich gestärkt werden. Auf kommunaler Ebene braucht es die Verzahnung mit einer verbindlichen Pflegestrukturplanung.“
Das KDA hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit in fünf Bundesländern Nachbarschaftshilfe-Netzwerke aufgebaut und über sogenannte Servicepunkte koordiniert. Die Leistungen der Servicepunkte werden inzwischen vielerorts von Pflegestützpunkten angeboten. Hier werden ehrenamtliche Angebote zur Unterstützung im Alltag für pflegebedürftige Menschen wohnortnah organisiert sowie Versicherungen und Schulungen angeboten. Einen Anspruch auf Unterstützungsangebote im Alltag nach §45a SGB XI haben Menschen, die zuhause gepflegt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Kuratorium Deutsche Altershilfe / Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V., Solveig Giesecke, Pressesprecher(in), Michaelkirchstr. 17-18, 10179 Berlin, Telefon: 030 2218298-0
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