Pressemitteilung | Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen

PISA 2009: Erfreulicher Aufwärtstrend in Deutschland

(Düsseldorf) - Die Verbesserungen der deutschen Schülerinnen und Schüler sind in den untersuchten Kompetenzbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften offensichtlich. Während Deutschland im Bereich der Lesekompetenz vor 9 Jahren noch relativ weit abgeschlagen auf Platz 21 rangierte, erreichen die deutschen Schülerinnen und Schüler nunmehr den OECD-Durchschnitt (Platz 15 von 34).

Noch erfreulicher wertete der nordrhein-westfälische Philologen-Verband, dass sich die Leistungen im Kompetenzbereich Mathematik aus dem Mittelfeld erstmals in das obere Drittel verschoben haben. Im Bereich der naturwissenschaftlichen Kompetenz, in dem bereits 2006 die Leistungen der 15-Jährigen im oberen Drittel lagen, findet sich Deutschland zusammen mit dem Kompetenzbereich Mathematik "signifikant über dem OECD-Durchschnitt"!

"Zweifellos haben die PISA-Studien des letzten Jahrzehnts das Thema `Bildung´ stark in den Mittelpunkt gerückt. Das war gut! Die Aufmerksamkeit wurde beispielsweise auf Problemfelder wie die frühzeitige Sprachförderung, Migrantenunterstützung, regelmäßige Qualitätsuntersuchungen und Bildungsgerechtigkeit gelenkt. Leider aber wurden sämtliche nationalen und internationalen Leistungsstudien auch immer wieder instrumentalisiert, um Schulstrukturdebatten zu führen. Diese Politisierung entwertete de facto die Vergleichsstudien. Die Verbesserungen der pädagogischen Rahmenbedingungen kamen vielfach zu kurz. Daher ist es gut, dass die aktuelle Studie noch einmal deutlich darauf verweist, dass erfolgreiche Schulsysteme sich u. a. dadurch auszeichnen, dass dort die Leistungen von Lehrerinnen und Lehrern in der gesellschaftlichen Einschätzung positiv gewürdigt werden", äußert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.

Im Übrigen weist der nordrhein-westfälische Philologen-Verband mit aller Deutlichkeit darauf hin, dass sämtliche Pisa-Studien immer nur einen begrenzten Ausschnitt der schulischen Arbeit abbilden. Sie fokussieren und verengen damit den Blick auf drei Kompetenzbereiche. Sie vermögen absolut nicht das breite Spektrum der Vermittlung von Bildung in den Schulen zu erfassen.

Quelle und Kontaktadresse:
Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen Pressestelle Graf-Adolf-Str. 84, 40210 Düsseldorf Telefon: (0211) 177440, Telefax: (0211) 161973

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