Politisch motivierte Kriminalität: Rechtsextreme verfügen nun über eigene Sturmtruppen
(Berlin) - Als alarmierend bezeichnet der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) den Anstieg der politisch motivierten Kriminalität in Deutschland. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: "Besonders bedrückend ist, dass Gewalt gegen Personen und Sachen immer mehr als legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung angesehen wird."
Nach Feststellungen der Polizei ist im vergangenen Jahr die Zahl der politisch motivierten Straftaten um 11,4 Prozent auf 28.538 Fälle gegenüber 2007 gestiegen. Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten habe sich mit insgesamt 2529 Delikten auf ein zu hohes Niveau eingependelt, bei Gewalt gegen Menschen sogar um 3,7 Prozent erhöht.
GdP-Chef Freiberg: "Die Gangart der gewaltbereiten links- und rechtsextremen Gruppen verschärft sich. Mit den sogenannten Autonomen Nationalisten haben jetzt auch die Rechten ihre eigenen Sturmtruppen. Zwei Menschen haben durch rechtsextremistisch motivierte Gewalt ihr Leben verloren."
Der immense Anstieg der Sachbeschädigungen um fast 50 Prozent zeige, so Freiberg, dass sinnlose Zerstörungswut immer mehr ausgelebt werde. Freiberg: "Diese Entwicklung zeigt, dass die Polizei für den bevorstehenden 1. Mai mit allem rechnen muss."
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
RĂĽdiger Holecek, Pressesprecher
Stromstr. 4, 10555 Berlin
Telefon: (030) 3999210, Telefax: (030) 399921200
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