Positiver Start ins Jahr, Unsicherheiten wegen Wetter
(Berlin) - Im Januar 2026 wurden 19.500 Wohnungen bei Neu- und Umbauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Dies war ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. „Bei den Genehmigungen für den Neubau von Mehrfamilienhäusern, auf die zwei Drittel des Neubaus entfallen, sehen wir seit 2025 einen vorsichtigen Aufwärtstrend, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte. Im Januar wurden 10.500 Wohnungen genehmigt. Dies ist ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,0 Prozent und damit ein hoffnungsvoller Start in das Jahr.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen für den Januar 2026. „Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser hat zwar im vergangenen Jahr ebenfalls die Talsohle durchschritten, aber befindet sich zum Jahresstart 2026 mit rund 5.000 genehmigten Wohnungen (+ 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) immer noch auf einem historisch sehr niedrigen Niveau.“
Doch es ergeben sich auch neue Risiken, so Müller: Im Februar meldeten mehr als die Hälfte der vom Ifo-Institut befragten Wohnungsbauunternehmen witterungsbedingte Behinderungen ihrer Bautätigkeiten. Zudem haben sich seit Beginn des Krieges im Nahen und Mittleren Osten die Spritpreise stark erhöht. „Da rund 40 Prozent des Energieverbrauchs im Baugewerbe auf Diesel entfällt, sind die Unternehmen unmittelbar betroffen. Sollte die Situation weiter anhalten, müssen Lösungen gefunden werden, damit die Risikolast fair verteilt und getragen werden kann.“
Darüber hinaus steige der Druck, den Abbau überzogener technischer und bürokratischer Anforderungen voranzutreiben und die Rahmenbedingungen investitionsfreundlich zu gestalten, so Müller weiter.
Quelle und Kontaktadresse:
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Kurfürstenstr. 129, 10785 Berlin, Telefon: 030 212860
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