Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Anzeige

Präsenzen in Hauptversammlungen durch entbürokratisiertes Depotstimmrecht stärken!

(Berlin) - Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und das Deutsche Aktieninstitut (DAI) fordern Maßnahmen, die zu einer stärkeren Präsenz inländischer Aktionäre auf Hauptversammlungen deutscher Aktiengesellschaften führen. „Die Stärkung der Aktionärsdemokratie durch ein entbürokratisiertes Depotstimmrecht sollte Eingang in das Eckpunktepapier der Bundesregierung zum geplanten Risikobegrenzungsgesetz finden“, sagte Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV am Montag, 23. Juli 2007, in Berlin. Durch dieses Gesetz sollen unter anderem die mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken begrenzt werden.

Die Präsenz der Eigentümer in Hauptversammlungen der großen börsennotierten Unternehmen habe sich zwar in den vergangenen zwei Jahren wieder positiv entwickelt, so die Verbände. Inländische Aktionäre seien jedoch häufig in Hauptversammlungen nicht präsent oder ihre Stimmrechte würden nicht vertreten. Hier müsse dringend gegengesteuert werden. „Nach wie vor sind die Aktionärspräsenzen in deutschen Hauptversammlungen zu niedrig. Die Gefahr von Zufallsmehrheiten besteht weiter. Von den diskutierten Vorschlägen zur Erhöhung der Präsenzen verspricht der DSGV-Vorschlag eines veränderten Vollmachts- oder Depotstimmrechts den meisten Erfolg. Er wird in der Industrie einhellig akzeptiert und ließe sich am schnellsten umsetzen“, sagte Klaus Bräunig, Sprecher der BDI-Hauptgeschäftsführung. „Alle Maßnahmen zur Präsenzsteigerung liegen im Interesse der Emittenten. Insofern unterstützen wir den Vorschlag des DSGV“, ergänzte Prof. Dr. Rüdiger von Rosen, Leiter des DAI in Frankfurt.

Nach diesem Vorschlag sollen Kreditinstitute, die ihren Depotkunden die Wahrnehmung des sogenannten Depotstimmrechts anbieten, von der Pflicht befreit werden, ihren Kunden Weisungsvorschläge zu unterbreiten. Stattdessen soll es dem Aktionär überlassen bleiben, ob er sein Kreditinstitut generell anweisen will, sein Stimmrecht im Sinne des Vorschlags von Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens auszuüben, oder ob er eine abweichende Einzelweisung erteilen will.


Für weitere Informationen und Fragen:

Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV)
Charlottenstraße 47, 10117 Berlin
Stefan Marotzke
Telefon: 030 20225 - 5110
eMail: stefan.marotzke@dsgv.de

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)
Breite Straße 29, 10178 Berlin
Thomas Hüne
Telefon: 030 2028 - 1449
eMail: T.Huene@bdi.eu

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
Schellingstraße 4, 10785 Berlin
Melanie Schmergal
Telefon: 030 2021 - 1320
eMail: schmergal@bvr.de

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
Friedrichstraße 191, 10117 Berlin
Dr. Peter Schwark
Telefon: 030 2020 - 5118
p.schwark@gdv.org

Deutsches Aktieninstitut e.V. (DAI)
Niedenau 13 - 19, 60325 Frankfurt
Dr. Gerrit Frey
Telefon: 069 92915 - 41
eMail: Fey@dai.de

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Pressestelle Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige