Pressemitteilung | Deutscher Familienverband e.V. (DFV)
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Präsident des Deutschen Familienverbandes auf Europäischen Kongress / Wahlfreiheit für Eltern

(Prag/Berlin). Auf einem Europäischen Kongress zum Kinderschutz in Prag forderte am Freitag (6. Februar 2009) der Präsident des Deutschen Familienverbandes Dr. Albin Nees das Recht der Eltern ein, über die Erziehung ihrer Kinder selbst frei zu entscheiden.

"Ohne Familie ist kein Staat zu machen. Daher müssen überall dort Familienbelange Berücksichtigung finden und Familiengerechtigkeit verwirklicht werden, wo europäische Politik Auswirkungen auf die Familie hat", erklärte Nees. Eltern brauchen keine staatlichen Vorgaben, wie sie ihrer Verantwortung gerecht werden, sondern sie müssen Wahlfreiheit haben, ob sie ihr Kind persönlich betreuen und erziehen, oder ob sie diese Betreuung zeitweilig in andere Hände geben wollen. Unter Hinweis auf das Grundgesetz zitierte er das Bundesverfassungsgericht: "Der Staat hat die Aufgabe, die Kinderbetreuung in der jeweils von den Eltern gewählten Form zu ermöglichen und zu fördern".

Familienpolitik darf nicht einseitig erwerbsorientiert sein. Familien brauchen Zeit, um ihrer Erst- und Hauptverantwortung für die Erziehung ihrer Kinder nachzukommen. Diese Zeit müssen sie sich auch finanziell leisten können, und ohne dass sie Nachteile bei einer Rückkehr in den Beruf in Kauf nehmen müssen. "Wir brauchen eine Familienpolitik, die nicht allein die Infrastruktur der Betreuung bereit stellt, sondern auch die gesamte ideelle und materielle Situation der Familie verbessert", mahnte Dr. Albin Nees.

Eltern sind aber nicht alleinverantwortlich für die Kinder. Sie haben das Recht auf Beistand der Allgemeinheit. Staatliche und kommunale Institutionen, caritative Verbände, aber auch die mitsorgenden Bürger sind aufgefordert, dort zu helfen, wo es nötig ist. In Ausnahmefällen, in denen Eltern ihre Rechte nicht wahrnehmen und ihre Pflichten nicht erfüllen können, muss die staatliche Gemeinschaft das ihr übertragene Wächteramt ausüben.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Familienverband e.V. Pressestelle Luisenstr. 48, 10117 Berlin Telefon: (030) 30882960, Telefax: (030) 30882961

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