Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Praktikanten-Streik 09: "Uns gibt's nicht umsonst"

(Berlin) - Die DGB-Jugend fordert die neue Bundesregierung auf, sich für faire Praktika einzusetzen. "Was viele junge Menschen nach Abschluss ihres Studiums oder ihrer Ausbildung erleben, ist haarsträubend", sagte DGB-Bundes-jugendsekretär René Rudolf am Freitag (09. Oktober 2009) in Berlin. "Oft sollen PraktikantInnen Vollzeitprofis ersetzen - nicht selten ohne einen müden Cent zu sehen. Insbesondere in der Kreativ- und Kommunikationsbranche geht es längst nicht mehr um berufliche Orientierung, sondern es gilt das Recht des Stärkeren. Dieses Wild-West-Szenario dürfen die politisch Verantwortlichen nicht länger tolerieren: PraktikantInnen brauchen gesetzlichen Schutz."

Unter dem Motto "Uns gibt's nicht umsonst" hat ein Bündnis aus fairwork e.V., ver.di, GEW Berlin, taz und DGB-Jugend zum Praktikantenstreik 09 am Freitag (09. Oktober 2009) in Berlin aufgerufen. Das Bündnis fordert klare arbeitsrechtliche Regelungen für Praktika, faire Arbeitsbedingungen und ausreichende Bezahlung sowie eine zeitliche Begrenzung von Praktika auf höchstens 6 Monate. Darüber hinaus setzen sich die AkteurInnen für rechtliche Regelungen ein, die verhindern, dass Vollzeitarbeitsplätze durch Praktika ersetzt werden.

Nach einer Studie der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2007 absolvieren fast 40 Prozent der AkademikerInnen in Deutschland ein Praktikum, mehr als die Hälfte von ihnen ohne finanzielle Gegenleistung. 50 Prozent der PraktikantInnen gab an, die Ergebnisse ihrer Arbeit seien fest in den Betriebsablauf eingeplant worden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Sigrid Wolff, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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