Private Bausparkassen: Baugeldauszahlungen nahmen um 7,0 Prozent zu / Zufriedenstellendes Neugeschäft
(Berlin) - Die zum Ende des Jahres 2005 abgeschaffte Eigenheimzulage hat für Vorzieheffekte gesorgt, die sich im Jahre 2006 in einer Belebung der Baukonjunktur niedergeschlagen haben. Parallel dazu haben auch die Auszahlungen der privaten Bausparkassen im Jahre 2006 um 7,0 Prozent zugenommen. Bei den Neuabschlüssen von Bausparverträgen ist nach der mehrere Jahre anhaltenden Diskussion um die Wohneigentumsförderung im vergangenen Jahr eine Normalisierung eingetreten. Die Bausparsumme der neu abgeschlossenen Verträge nahm bei den privaten Bausparkassen um 1,0 Prozent auf 61,1 Mrd. Euro zu; die Anzahl der abgeschlossenen Verträge ging um 5,5 Prozent auf 2,3 Mio. zurück. Diese Zahlen hat heute (24. Januar 2007) der Verband der Privaten Bausparkassen vorgelegt.
Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes: Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung 2006 zufrieden. Vor dem Hintergrund der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 haben sicherlich viele Bundesbürger Geld für größere Anschaffungen ausgegeben. Es ist also mehr Geld in den Konsum geflossen und weniger gespart worden. Davon dürfte vor allem auch im zweiten Halbjahr das Bausparen betroffen gewesen sein. Die neu abgeschlossene Bausparsumme ist immerhin das drittbeste Ergebnis in der Geschichte unserer Institute.
So ist denn auch nach Angaben des Verbandes der Spargeldeingang bei den privaten Bausparkassen 2006 um 4,9 Prozent auf 16,1 Mrd. Euro zurückgegangen. Dieser Rückgang korrespondiere mit der Ersparnisbildung der privaten Haushalte in Deutschland insgesamt: So sei die Sparquote von 10,6 Prozent im Jahr 2005 im vergangenen Jahr auf 10,5 Prozent gesunken. Der geringere Eingang der Spargelder habe maßgeblich dazu beigetragen, dass auch der gesamte Geldeingang, also einschließlich der Zins- und Tilgungsleistungen, bei den privaten Bausparkassen um 9,3 Prozent auf 23,8 Mrd. Euro niedriger ausgefallen sei als im Jahr zuvor.
Zehnder: Nachdem sich die wirtschaftlichen Rahmendaten seit einiger Zeit wieder etwas günstiger entwickeln, sich also insbesondere das Wirtschaftswachstum merklich beschleunigt hat und die Arbeitslosigkeit gesunken ist, gehe ich für 2007 davon aus, dass sich dies auch positiv auf die weitere Geschäftsentwicklung unserer Institute auswirkt. Zudem steht die private Altersvorsorge immer mehr im Mittelpunkt der Überlegungen der Bundesbürger. Mietfreies Wohnen in den eigenen vier Wänden ist dabei ein unschlagbarer Vorteil gegenüber allen anderen Anlageformen.
Zum 31. Dezember 2006 bilanzierten die 15 im Verband zusammengeschlossenen Bausparkassen einen Bestand an Spareinlagen in Höhe von 84,4 Mrd. Euro (+2,5 Prozent) und Baudarlehen in Höhe von 79,5 Mrd. Euro (+3,1 Prozent). Die Bilanzsumme aller Institute sei um 1,1 Prozent auf 142,7 Mrd. Euro gestiegen. Die privaten Bausparkassen verwalten insgesamt 20,5 Mio. Verträge (-2,7 Prozent) über eine Bausparsumme von 489,8 Mrd. Euro (+0,8 Prozent). Damit erreichen sie nach Angaben des Verbandes einen Marktanteil innerhalb der Bausparbranche von 66,4 Prozent (Bestand) bzw. 73,4 Prozent (Bilanzsumme).
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Privaten Bausparkassen e.V.
Pressestelle
Klingelhöferstr. 4, 10785 Berlin
Telefon: (030) 590091-500, Telefax: (030) 590091-501
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