Private Bausparkassen mit zweistelligem Finanzierungsplus / Falsche Warnungen vor Eigenheimrente
(Berlin) - Die privaten Bausparkassen haben im Jahr 2007 Baugelder in Höhe von über 26 Milliarden Euro ausgezahlt, die ganz überwiegend in den Bau, Kauf und die Modernisierung von Wohneigentum fließen. Das entspricht einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die vor einigen Jahren eingeführten attraktiven Finanzierungstarife kommen beim Kunden gut an, erklärte Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes.
Die Abschaffung der Eigenheimzulage hatte 2006 noch für eine Sonderkonjunktur gesorgt, die von einer extrem schwachen Wohnungsbaukonjunktur abgelöst wurde. Minus 26 Prozent auf 182.000 Wohnungsbaugenehmigungen im vergangenen Jahr das bedeutet einen neuen Negativrekord, so Zehnder. Von daher könne es niemanden überraschen, dass im Jahr 2007 das Neugeschäftsvolumen mit 56,8 Milliarden Euro um 7,0 Prozent hinter dem 2006er-Ergebnis zurückbleibe. Mit etwas über 2 Millionen Bausparverträgen gab es in der Stückzahl einen Rückgang um 10,7 Prozent. Im letzten Quartal 2007 hätten sich die Unsicherheiten über die geplante Einbeziehung des Bausparens in die Riester-Förderung bemerkbar gemacht. Viele Kunden hätten erst abwarten wollen, was komme.
Die Verunsicherung bei potenziellen Finanzierern mit kleinen und mittleren Einkommen sei ein klares Signal an die Politik, rasch für eine praktikable Lösung zu sorgen. Zehnder: Die Eigenheimrente muss dem Kunden erklärt werden können.
Die privaten Bausparkassen hoffen, dass es bei der Wohnungsbauprämie noch zu einem vernünftigen Kompromiss kommt, der sicher stellt, dass sie gerade für junge Leute attraktiv bleibt. Viele junge Leute, so Zehnder, lernen das gezielte Sparen mit Bausparen. Die Wohnungsbauprämie motiviere sie, Geld für später auf die hohe Kante zu legen. Sehr geschätzt werde gerade die Flexibilität der Wohnungsbauprämie. Die Politik dürfe nicht riskieren, dass junge Leute ihre Sparmotivation verlieren. Zumindest für die unter 25-jährigen sollte es deshalb bei der bewährten Regelung bleiben. Wie wichtig eine Eigenkapitalbasis für eine solide Finanzierung sei, zeige das Schicksal von Millionen US-amerikanischen Familien, die heute aufgrund mangelnden Eigenkapitals unter ihrer Finanzierungslast zusammenbrechen würden. Unser Staat muss ein Interesse an Finanzierungssystemen mit kapitalmarktunabhängigen Risikopuffern haben, erklärte Zehnder.
Bei den Kritikern des aktuellen Gesetzentwurfes gebe es zwei Gruppen. Die einen wollten den Erfolg der Eigenheimrente, die anderen nicht. Zur zweiten Gruppe gehörten solche, die offen ihre Abneigung gegen die Altersvorsorge Nummer 1 der Menschen, die eigenen vier Wände, zeigten, wenn sie zum Beispiel vor erheblichen und unabsehbaren Risiken durch die Einbeziehung von Wohneigentum in die Riester-Rente warnten. Zehnder: Es mag einige der bisherigen Anbieter vielleicht stören, dass ein neues Riester-Produkt auf den Markt kommt. Für den Kunden ist das gut. Er hat dadurch mehr Auswahl. Fakt sei: Ein Rentnerhaushalt, der im Alter schuldenfrei in den eigenen vier Wänden lebe, spare im Schnitt rund 530 Euro im Monat. Das entspreche einem Drittel seiner Nettoeinnahmen. Vor allem aber ist das eigene Heim die einzige Form der Altersvorsorge, die man bereits in jungen Jahren genießen kann, so Zehnder.
Die Aussichten für 2008 beurteilt der Verband zurückhaltend. Richtig gemacht, könne die Eigenheim-Rente für zusätzliche Impulse am Wohnungsmarkt sorgen. Eine Rückbesinnung auf bewährte Finanzierungen dürfte sich stabilisierend auswirken. Vom wachsenden Modernisierungsmarkt erwarte sich die Branche positive Effekte. Energieeinsparung werde immer wichtiger. Wer sein Haus grundlegend energetisch saniere, müsse typischerweise zwischen 20.000 und 35.000 Euro aufbringen. Gerade auch in dieser Größenordnung hat das Bauspardarlehen erhebliche Kostenvorteile, weil hier keine sonst üblichen Kleindarlehenszuschläge erhoben werden, erklärte Zehnder.
Der Anstieg der Neuzusagen von Baugeldern um 9,0 Prozent auf 27 Milliarden Euro im Jahr 2007 lasse für 2008 einen anhaltenden Anstieg der Finanzierungsleistungen erwarten.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Privaten Bausparkassen e.V.
Pressestelle
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