Pressemitteilung | Deutscher Hochschulverband (DHV)
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Professorenvotum: Ja zu Studiengebühren, Nein zur W-Besoldung / 3748 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligen sich an der Mitgliederbefragung des Deutschen Hochschulverbandes

(Bonn) - Vom 15. September bis zum 31. Oktober 2006 hat der Deutsche Hochschulverband (DHV) eine Mitgliederbefragung auf seiner Homepage www.hochschulverband.de durchgeführt. 3748 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, das sind rund 17 Prozent des 22.000 Mit-glieder starken DHV, haben ihre Meinung zu einer Vielzahl aktueller hochschulpolitischer Fragen abgegeben und die Arbeit des Verbandes bewertet.

Der W-Besoldung können Professoren und wissenschaftlicher Nachwuchs wenig positives abgewinnen. 54,7 Prozent der Abstimmenden halten sie für ein Spargesetz. Der Aussage, die W-Besoldung sei im Ansatz verfehlt, stimmen rund 20 Prozent zu. Für 23,8 Prozent ist die W-Besoldung eine gute, aber schlecht umgesetzte Idee. Lediglich knapp 1,5 Prozent bezeich-nen sie als einen großen Fortschritt.

Geteilt ist das Urteil über die Einführung der Juniorprofessur. Nach Ansicht von 40,4 Prozent ist diese im Ansatz verfehlt, 47,7 Prozent betrachten Juniorprofessuren in einigen Fächern für sinnvoll, in anderen nicht. 11,9 Prozent bewerten ihre Einführung als einen großen Fort-schritt.

Kritisch wird die Akkreditierung von Studiengängen beurteilt. Für 45,6 Prozent stehen Aufwand und Ertrag in keinem vertretbaren Verhältnis. 31,6 Prozent sehen in der Akkreditie-rung einen bürokratischen Aufwand ohne jeden Nutzen. Die Akkreditierung von Studiengän-gen sei zwar aufwendig, aber lohnend, meinen 16,6 Prozent. Lediglich 6,2 Prozent bezeich-nen sie als einen entscheidenden Schritt zur Qualitätsverbesserung.

Vorbehalte äußerten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Umstellung der Studienstruktur auf das Bachelor-/Mastermodell. 40,3 Prozent sind der Ansicht, daß die Umstellung teils vorteilhaft, teils schädlich ist. Das Urteil "überflüssige Reformhuberei" treffen 31,2 Prozent. Bachelor- und Masterstudiengänge seien nur sinnvoll im Wettbewerb mit herkömmlichen Abschlüssen, meinen 12,3 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 16,2 Prozent bezeichnen die neuen modularisierten Studiengänge als sinnvoll und notwendig.

Nahezu Zweidrittel stehen der Einführung von Studiengebühren aufgeschlossen gegenüber. Nach der Meinung von 41,4 Prozent sind Studiengebühren sinnvoll und notwendig. 29 Prozent sprechen von ihnen als der zur Zeit einzigen Chance, die Studienbedingungen zu verbessern. 29,6 Prozent teilen die Ansicht, daß es sich bei der Einführung von Studienge-bühren um eine falsche Grundsatzentscheidung handelt.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hochschulverband (DHV) Dr. Kristijan Domiter, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Rheinallee 18, 53173 Bonn Telefon: (0228) 9026666, Telefax: (0228) 9026680

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