Qualitätsmanagement für Tele-Betreuung von Patienten / VDE-Anwendungsempfehlungen für TeleMonitoring
(Frankfurt am Main) - Die medizinische Anwendung der Telekommunikation eröffnet neue Chancen zur Vorbeugung, Früherkennung und Therapie zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zählt zu den wegweisenden Innovationen im Gesundheitswesen. Viele Patienten, die heute noch stationär behandelt werden, können künftig an 365 Tagen von zu Hause aus mit Hilfe von therapieführenden TeleMonitoring-Systemen rund um die Uhr ambulant betreut werden. Damit sich der positive Nutzen - verbunden mit erheblichen Kosteneinsparpotenzialen, die sich laut VDE-Experten auf bis zu 50 Prozent belaufen - nachhaltig sichergestellt werden kann, hat die VDE-Initiative MikroMedizin das Qualitätsmanagementpapier "VDE-Anwendungsempfehlungen für TeleMonitoring" herausgegeben. In diesem Papier sind unter anderem die wesentlichen Anforderungen des Qualitätsmanagements für ein Telemedizinisches Zentrum für Herzkreislauf-Erkrankungen insbesondere nach DIN EN ISO 9001:2000 "Qualitätsmanagementsysteme - Anforderungen" ausgelegt beschrieben.
Anforderungen und Qualitätskriterien sind demnach für ein sicheres und sachgerechtes TeleMonitoring notwendig, um den hohen Standard der medizinischen Versorgung trotz niedrigerer Kosten weiter zu verbessern. Denn gerade telemedizinische Geräte und Systeme werden aus verschiedenen Produkten zusammengebaut und haben spezielle Anforderungen zu erfüllen. Sie müssen beispielsweise wie ein Medizinprodukt sicher funktionieren, gut tragbar sein, einfach in Ihrer Bedienung und in ihrer Haltbarkeit sein. Außerdem sollten sie den Patienten eine größtmögliche Bewegungsfreiheit garantieren. Darüber hinaus sind für den sicheren Betrieb eine Vielzahl von Richtlinien, Normen und Standards zu beachten. Denn nur wenn standardisierte Produkte im häuslichen Bereich angewandt werden, sind die einheitliche Anwendung sowie die sichere Übertragung der Messdaten in Arztpraxen, Rettungswagen, telemedizinischen Zentren und Kliniken sichergestellt.
Anhand von Fallbeispielen werden in den Anwendungsempfehlungen Anforderungen und Hinweise zur Errichtung, für das Management, zur Weiterbildung, zur technischen Auslegung von Hard- und Software sowie zu Abläufen und zur Qualitätskontrolle bis hin zur Dokumentation gegeben. Damit liefert das Papier einen wichtigen Orientierungsleitfaden und gibt konkrete Antworten auf die Frage, wie Anforderungen der Kunden einerseits und Anforderungen für Medizinprodukte und Dienstleistungen andererseits erfüllt werden können, Für ein Prüfstelle, wie z. B. das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut, ist damit die Grundlage für eine DIN EN ISO 9001 Zertifizierung gegeben.
Erarbeitet wurden die VDE-Anwendungsempfehlungen im Rahmen der VDE Initiative MikroMedizin vom Arbeitskreis "TeleMedizin / Disease Management" der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT). Die DGBMT ist die bundesweit bedeutende Plattform für das interdisziplinäre Zusammenwirken von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Ärzten, industriellen Herstellern, Anwendern und staatlichen Stellen. Ziel der VDE-Initiative MikroMedizin ist die Erschließung neuer Potenziale für den Wirtschaftsstandort, das Gesundheitswesen und den Patienten und zwar in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle und Kontaktadresse:
VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.
Dr. Walter Börmann, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stresemannallee 15, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 63080, Telefax: (069) 6312925
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