Pressemitteilung | Deutscher Caritasverband e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Raus aus Öl und Gas - sonst wird’s immer teurer

(Berlin) - Der Expertenrat für Klimafragen bestätigt, dass die Bundesregierung zu wenig für den Klimaschutz tut. Angesichts der aktuellen Energiekrise wird dieses Zögern zu einem finanziellen Risiko für die Menschen. Die Klima-Allianz Deutschland, der Deutsche Caritasverband und der AWO-Bundesverband fordern von der Bundesregierung daher den Ausstieg aus der fossilen Kostenfalle. Mehr erneuerbare Energien, ein besserer öffentlicher Nahverkehr und klimafreundliche Heizungen sorgen dafür, dass Energie und Mobilität langfristig für alle Menschen bezahlbar sind.

Stefanie Langkamp, Geschäftsführung Politik, Klima-Allianz Deutschland: „Die Bundesregierung muss jetzt aufwachen: Unsere Abhängigkeit von Öl und Gas kostet die Menschen jeden Tag Geld. Im Schnitt überweist Deutschland jedes Jahr rund 80 Milliarden Euro für fossile Energien ins Ausland, das sind etwa 1.000 Euro pro Kopf. In Krisenzeiten verdoppelt sich dieser Betrag fast. Die wirksamste Antwort auf diese fossile Kostenfalle ist wirksamer Klimaschutz. Wir brauchen jetzt mehr Elektroautos und eine Investitionsoffensive von 3 Milliarden Euro für Busse und Bahnen. Ein gut ausgebauter und bezahlbarer Nahverkehr, kombiniert mit einem bundesweiten Sozialticket, macht die Menschen mobil, entlastet ihre Geldbeutel und macht uns dauerhaft unabhängig.“

Claudia Mandrysch, Vorständin des AWO-Bundesverbands: „Die fossile Energiekrise macht deutlich: Gerade für Menschen mit wenig Einkommen sind Öl und Gas eine Kostenfalle. Daher muss die Bundesregierung Wind- und Solarenergie verlässlich weiter ausbauen. Nur so können Strompreise dauerhaft sinken und davon profitieren wir alle. Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland will Tempo bei der Energiewende. Gleichzeitig fordern wir eine Absenkung der Stromsteuer für private Haushalte. Das entlastet direkt und macht klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen und E-Autos attraktiver. Ebenso dringend ist eine gezielte Förderung der energetischen Sanierung von Sozialimmobilien. Denn viele soziale Einrichtungen sind energetisch veraltet, verursachen hohe Betriebskosten und belasten damit sowohl Träger als auch Bewohnerinnen und Bewohner.“ 

Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin Deutscher Caritasverband: „Die aktuelle Energiekrise macht sichtbar, wie riskant die Abhängigkeit von fossiler Energie ist. Wer sich heute für die Gasheizung entscheidet, kann morgen und erst recht übermorgen mit dauerhaft hohen Kosten konfrontiert sein. Wir brauchen klare Zielvorgaben für neue Heizungen, die überwiegend mit erneuerbaren Energien betrieben werden sollten, sowie eine verlässliche und zielgenaue Förderung, die sich am Einkommen orientiert und Leistungsfähigkeit berücksichtigt. Energiewende und Klimaschutz müssen konsequent, sozial und vorausschauend gestaltet werden.“

Prüfbericht Expertenrat: https://expertenrat-klima.de/

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Mechthild Greten, Pressereferent(in), Reinhardtstr. 13, 10117 Berlin, Telefon: 030 2844476

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