Pressemitteilung | DWA - Deutsche Vereinigung fĂŒr Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
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Regelwerk - Aufruf zur Mitarbeit / Betrieb von VerschlĂŒssen im Stahlwasserbau

(Hennef) - Die Deutsche Vereinigung fĂŒr Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) aktualisiert das Merkblatt DVWK-M 249/1998 "Betrieb von VerschlĂŒssen im Stahlwasserbau".

VerschlĂŒsse von Stauanlagen haben die Aufgabe, die situations- und bestimmungsgemĂ€ĂŸe Funktion der technischen Einrichtungen unter allen möglichen Betriebsbedingungen zu gewĂ€hrleisten. Dabei kommt der Betriebssicherheit eine entscheidende Bedeutung zu und muss heute sowohl fĂŒr bestehende als auch fĂŒr neue Anlagen sorgfĂ€ltig geplant werden. Die Frage nach der Belastbarkeit von Entnahme- und Entlastungsanlagen muss kĂŒnftig allerdings viel differenzierter gesehen werden. Ebenso ist die Diskussion darĂŒber, ob die Entlastung verstĂ€rkt auch ĂŒber Mitten- und TiefenauslĂ€sse erfolgen soll, keineswegs endgĂŒltig geklĂ€rt.

Ein umfangreicher Katalog von Anforderungen an die Planung und Bemessung stahlwasserbaulicher VerschlĂŒsse liegt vor in der DIN 19-700 (Juli 2004) "Stauanlagen", der DIN 19 704 -1 (November 2014) "Stahlwasserbauten - Teil 1: Berechnungsgrundlagen", der DIN 19704 - 2 (November 2014) "Stahlwasserbauten - Teil 2: Bauliche Durchbildung und Herstellung" und dem DVWK Merkblatt zur Wasserwirtschaft 249 (1998) "Betrieb von VerschlĂŒssen im Stahlwasserbau" sowie in der einschlĂ€gigen Fachliteratur.

FĂŒr unterschiedliche Verschlussarten sind allgemeine Kriterien bezĂŒglich Konstruktion, Materialauswahl, Betrieb und Bemessung ausgearbeitet. Eine Studie zum Versagen unterschiedlicher Verschlusselemente an wasserbaulichen Anlagen in Deutschland zeigt, dass das Versagen des Antriebssystems die hĂ€ufigste Ursache ist, gefolgt von mechanischen und hydraulischen Ursachen sowie Korrosions-, ErmĂŒdungs- und Verschleißproblemen. Mit Kenntnis der hydrostatischen und hydrodynamischen Belastungen sind die konstruktive Ausbildung der VerschlĂŒsse sowie die der Verbindungsglieder zwischen Verschlussorgan und Antriebssystem auf alle BelastungszustĂ€nde auszulegen. Modellversuche hierzu sind nur in SonderfĂ€llen erforderlich.

Der DVWK-Fachausschuss 2.8 "Verschlussorgane im Stahlwasserbau" hatte es sich im Jahr 1991 zur Aufgabe gemacht, eine Richtlinie fĂŒr den Betrieb und die Wartung von VerschlĂŒssen zu erarbeiten. Neben den Fragen von Montage, Inbetriebsetzung, Probebetrieb und Inbetriebnahme sowie Betriebsvorschriften wurden besonders die Inspektion, Instandhaltung und Instandsetzung wĂ€hrend des Betriebes und bei Außerbetriebnahme sowie die Modernisierung, aber auch Fragen der Aus- und Fortbildung behandelt.

Ziel des 1998 herausgegebenen Merkblattes DVWK-M 249 war es, allen verantwortlichen in Bund und LĂ€ndern, Kommunen und VerbĂ€nden sowie IngenieurbĂŒros und Firmen Überlegungen und Erkenntnisse zu vermitteln, die fĂŒr eine technisch einwandfreie und wirtschaftliche Lösung der gestellten Aufgabe hilfreich waren.

Die hydraulischen Entwurfs- und Bemessungskriterien fĂŒr stahlwasserbauliche VerschlĂŒsse an Stauanlagen sind praxiserprobt. Die bisherigen Erfahrungen haben zu anlagenspezifischen konstruktiven Verbesserungen und sicherheitstechnischen ErtĂŒchtigung gefĂŒhrt.

Der Inspektions- und Wartungsbedarf hat sich aufgrund von Alterungsprozessen, Verschleiß- und KorrosionsschĂ€den an Verschlussorganen, Verbindungsgliedern, Dichtungen und Antriebssystemen bei den Ă€lteren Anlagen erhöht. RegelmĂ€ĂŸige Zustands- und FunktionsprĂŒfungen sind unerlĂ€sslich. Vertiefte SicherheitsĂŒberprĂŒfungen mĂŒssen konstruktive, betriebstechnische, mess- und steuerungstechnische Defizite jeglicher Art aufdecken und beseitigen. Weiterentwickelte Techniken sind einzusetzen, wenn die FunktionsfĂ€higkeit und ZuverlĂ€ssigkeit der Verschlusselemente dadurch erhöht wird.

Durch die technische Weiter- und Neuentwicklung von Bauprodukten und Bauweisen sowie der Aktualisierung des Norm- und Regelwerkes und des großen mittlerweile gealterten Anlagenbestandes ist eine Überarbeitung des DVWK-Merkblatts dringend erforderlich.

Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-BundesgeschÀftsstelle gerne entgegen.

Zur Mitarbeit in der AG sind Vertreter/innen von wissenschaftlichen Einrichtungen, PlanungsbĂŒros, Betreibern wasserwirtschaftlicher Anlagen, Mitarbeiter/innen von GewĂ€sserunterhaltungspflichtigen und Behörden sowie sonstige Interessierte eingeladen.

Interessenten melden sich bitte mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdegangs bei:

Quelle und Kontaktadresse:
DWA - Deutsche Vereinigung fĂŒr Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Telefon: (02242) 8720, Fax: (02242) 872135

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