Pressemitteilung | Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)
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Regenerative Therapien fördern / Mit embryonalen Stammzellen verantwortungsvoll umgehen

(Berlin) - „Mit humanen embryonalen Stammzellen werden wertvolle grundlegende Erkenntnisse gewonnen. Diese leisten wichtige Beiträge für die Entwicklung neuer Therapieansätze. Aber die Anwendungspotentiale adulter Stammzellen sind heute bereits wesentlich klarer erkennbar, als Therapieansätze auf Basis embryonaler Stammzellen“, erklärte am 1. Februar 2007 der Vorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Dr. Bernd Wegener.

Der BPI warnte vor den Risiken verfrühter Erfolgsmeldungen und dem nicht im Einzelfall begründeten und transparenten Umgang mit humanen embryonalen Stammzellen. Dies schade vor allem den Patienten, die auf schnelle neue Heilungsmethoden hofften, sagte Wegener.

Wegener weiter: „Embryonenschutzgesetz und Stammzellgesetz haben sich als gesetzlicher Handlungsrahmen grundsätzlich bewährt. Eine Verschiebung des Stichtages 1.1.2002 des Stammzellgesetzes sollte bei Vorliegen guter Gründe grundsätzlich in Erwägung gezogen werden.“ Dabei dürfe allerdings auf keinen Fall ein den ethischen Charakter des Gesetzes aushöhlender Automatismus entstehen.

Wegener betonte, dass es für den BPI oberstes ethisches Gebot sei, dass die pharmazeutische Forschung und Entwicklung danach strebt, Gesundheit und Lebensqualität möglichst vieler Menschen entscheidend zu verbessern. Die Herstellung von menschlichen Embryonen für kommerzielle Zwecke oder Forschungszwecke lehnte Wegener als „nicht akzeptabel“ ab.

Der BPI setzt sich für eine klarere Definition und Abgrenzung strafbewehrter Handlungen im Sinne des Embryonenschutzgesetzes und des Stammzellgesetzes ein, um die Verunsicherung in- und ausländischer Forscher im Rahmen der internationalen Verbundforschung zu verringern und verbesserte Klarheit zu schaffen.

Embryonale Stammzellen kommen nur im frühen Embryo vor. Adulte Stammzellen sind stattdessen im Organismus nach der Geburt vorhanden. Aus diesen Zellen werden während der gesamten Lebensdauer des Organismus neue spezialisierte Zellen gebildet. Adulte Stammzellen sind in zahlreichen Organen und Geweben (u.a. Knochenmark, Nabelschnurblut) zu finden.

Hinweis Redaktionen: Die Stellungnahme des BPI zur aktuellen Diskussion zu humanen embryonalen Stammzellen ist dieser Pressemitteilung finden Sie im Internet unter www.bpi.de / Aktuell / BPI-Argumente oder unter http://www.bpi.de/Default.aspx?tabindex=2&tabid=198

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. Hauptgeschäftsstelle (BPI) Wolfgang Straßmeir, Leiter, Pressestelle Friedrichstr. 148, 10117 Berlin Telefon: (030) 27909-0, Telefax: (030) 2790361

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