Regina Görner: Bundesregierung soll für Ausbildungsplätze nicht werben, sondern handeln!
(Frankfurt/Magdeburg) - Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Regina Görner, hat die Bundesregierung davor gewarnt, sich angesichts der aktuellen Ausbildungsbilanz auf Appelle an die Unternehmer zu beschränken. Der jahrelangen organisierten Verweigerung eines Teils der Unternehmer, jungen Menschen eine Ausbildung anzubieten, sollte die Bundesregierung nicht mit Werbemaßnahmen und warmen Worten begegnen, sondern endlich mit entschiedenen Taten, sagte Görner, die bei der IG Metall für die berufliche Bildung zuständig ist, auf einer Ausbildertagung in Magdeburg. Wann, wenn nicht jetzt, ist es höchste Zeit für die Einführung einer Umlagefinanzierung bei der Ausbildung?. Das wäre eine Sofortmaßnahme, die den Namen verdiene, sagte sie mit Blick auf die Sitzung des Bundeskabinetts am Mittwoch, 31. Mai 2006. Die Ausbildung der jungen Menschen sollte von allen Betrieben finanziell getragen werden, dabei sollten Unternehmen, die über Bedarf ausbilden, entlastet werden, so Görner.
Gleichzeitig warnte sie Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) davor, Ausbildungsvergütungen oder Arbeitnehmerrechte als Ausbildungshemmnisse zu definieren. Das eigentliche Ausbildungshemmnis sind weder die Ausbildungsvergütungen, noch die Rechte der jungen Arbeitnehmer, sondern die Verantwortungslosigkeit und der Egoismus von Arbeitgebern, die sich seit Jahren weigern, auszubilden. Es stelle sich die Frage, wie lange die Bundesregierungen sich von der Wirtschaft bei der Ausbildung noch an der Nase herumführen lassen wolle, sagte Görner.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
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