Regina Görner: "Jungen Menschen droht massive Arbeitslosigkeit durch Krise"
(Frankfurt am Main) - Junge Menschen unter 30 Jahren sind nach Ansicht der IG Metall besonders von Arbeitslosigkeit im Zuge der Wirtschaftskrise bedroht. "Wenn wir nichts unternehmen wird die Krise zuerst die Jungen treffen", sagte Regina Görner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am Freitag (23. Januar 2009) in Frankfurt. "Ein Drittel der jungen Arbeitnehmer steht in einem befristeten Arbeitsverhältnis oder ist bei einer Leiharbeitsfirma beschäftigt." Da diese Arbeitsplätze in Folge der Krise als erstes abgebaut werden, gelte es schnell gegen zu steuern.
"Die Unternehmen sollten die auslernenden Auszubildenden in eine unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen und die Leiharbeitsfirmen die neuen Möglichkeiten der Kurzarbeit extensiv nutzen", forderte die Gewerkschafterin, die bei der IG Metall unter anderem für die Berufliche Bildung zuständig ist. Tatsächlich sind 2008 nach Berechnungen des DGB-Indexes "Gute Arbeit" zehn Prozent der Arbeitnehmer unter 30 Jahre in Minijobs, fünf Prozent in der Zeitarbeit und 26 Prozent in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt. "Wenn wir die Jungen jetzt nicht in den Unternehmen halten, werden wir sie im Aufschwung schwer vermissen", sagte Görner. In der Metall- und Elektroindustrie haben Arbeitgeber und IG Metall in den Tarifverträgen eine Übernahme der Ausgebildeten für mindestens zwölf Monate vorgesehen.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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