Pressemitteilung | wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.
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ReifenDeutschland lehnt Ausweitung des CBAM auf Stahlvorprodukte der Reifenindustrie ab

(Berlin) - ReifenDeutschland lehnt die geplante Ausweitung des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) auf stahlbasierte Vorprodukte der Reifenherstellung ab. Eine isolierte Einbeziehung würde die Produktionskosten europäischer Hersteller erhöhen, ohne Carbon Leakage bei importierten Fertigreifen wirksam zu verhindern – und damit das eigentliche Ziel des CBAM verfehlen.

„CBAM kann Wettbewerbsverzerrungen nur verhindern, wenn er konsequent angewendet wird. Werden nur einzelne Vorprodukte belastet, während Fertigreifen-Importe ungeschoren bleiben, entsteht ein neuer Wettbewerbsnachteil für europäische Hersteller – das Gegenteil des eigentlichen Ziels", erklärt Stephan Rau, Technischer Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (wdk) und Leiter von ReifenDeutschland. Die europäische Reifenindustrie stehe bereits unter erheblichem Wettbewerbsdruck – durch hohe Energie- und Arbeitskosten, internationale Überkapazitäten und wachsende regulatorische Anforderungen. Eine CBAM-Ausweitung auf Stahlvorprodukte würde diesen Druck verschärfen, ohne dem Klimaschutz zu dienen, so Rau.

ReifenDeutschland fordert daher von Politik und EU-Kommission eine ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungskette, eine Nichteinbeziehung der Stahlvorprodukte in CBAM und eine bessere Abstimmung mit anderen Instrumenten wie dem Industrial Accelerator Act und dem EU-Emissionshandel. Außerdem sollten EU-Kommission und Industrie gemeinsam einen verlässlichen Entwicklungspfad für künftige Erweiterungen festlegen und davor deren Praxistauglichkeit überprüfen.

Quelle und Kontaktadresse:
wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V., Christoph Sokolowski, Geschäftsstellenleiter(in) Presse, Unter den Linden 26, 10117 Berlin, Telefon: 030 726216-120

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